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Echte Liebe zum BVB: Wotan Wilke Möhring spielt in seinem Film "Seitenwechsel" einen Fußballtrainer

München - "Das ist eine Riesen-Enttäuschung": Der Wechsel von Henrikh Mkhitaryan von Borussia Dortmund zu Manchester United ärgert Schauspieler Wotan Wilke Möhring.

Henrikh Mkhitaryan geht von Borussia Dortmund zu Manchester United. Ein Wechsel, der die Gemüter der Fans bewegt - auch das von BVB-Edelfan Wotan Wilke Möhring.

"Ich bin schockiert darüber, was Mkhitaryan da macht", sagt der Schauspieler im Gespräch mit SPORT1. Der 48-Jährige, der besonders für seine Rolle als Hamburger Tatort-Kommissar Thorsten Falke populär ist, findet: "Er wurde zwei Jahre durchgefüttert, hat ein gutes drittes Jahr abgeliefert und schaut sich dann klammheimlich nach einem neuen Verein um, das ist eine Sauerei."

Der Abgang ist nun eine "Riesen-Enttäuschung" für Möhring: "Das hätte ich nicht gedacht, denn wir haben viel Empathie in diesen Spieler investiert, der anfangs wie gesagt gar nicht gezündet ist."

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Vorfreude auf die BVB-Neuzugänge

Umso mehr hofft Möhring, dass die neuen Dortmunder Einkäufe nun zünden.

Sebastian Rode, Emre Mor, Ousmane Dembele, Marc Bartra, Raphael Guerreiro, Mikel Merino - vor dem Dortmunder Trainingsauftakt an diesem Montag verspricht sich Möhring einiges vom runderneuerten BVB. Es werden allerdings nur Rode und Dembele bei der ersten Übungseinheit dabei sein, die anderen haben noch Urlaub oder sind noch bei de Europameisterschaft aktiv (Guerreiro).

"Das ist jetzt die erste große Ansage von Thomas Tuchel an den Kader. Da wurde einiges ausgetauscht. Das ist schon ein Wagnis, aber auch ein gutes", findet Möhring.

Der Trainer müsse "jetzt liefern, mehr noch als vor einem Jahr. Durch diesen gewagten Umbruch muss er das erste richtige Tuchel-Jahr einläuten. Vorher war es noch eher die Nachlassverwaltung der Ära von Jürgen Klopp."

Möhring: "Brauchen noch einen Spielmacher"

Die Transferaktivitäten seines Herzensvereins stimmen Möhring dabei durchaus zuversichtlich. Der Klub setze gezielt "auf junge, talentierte Spieler, die gerne zum BVB kommen. Sebastian Rode war nicht so günstig, aber er hat die richtige Einstellung. Auch die anderen Jungs wollten offenbar unbedingt zum BVB. Sie haben bei guten Klubs wie Barca und Stade Rennes gespielt und ich vertraue einfach auf das Scouting-System des Vereins."

Dortmund hätte in den letzten Jahren eine eigene Spielkultur entwickelt, sollte sich aber ein bisschen vom Titel-Druck befreien, um nicht zu verkrampfen, meint Möhring - für den die Saison wie für die meisten Fans "gar nicht schnell genug losgehen" kann.

Nach dem Abgang von Mkhitaryan hat er vorher nur noch einen Transferwunsch: "Wir brauchen noch einen Spielmacher!"

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