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Dortmund - Dortmund verliert mit Henrikh Mkhitaryan die dritte wichtige Säule. Auch wenn als Trost viel Geld fließt: Der BVB reagiert kalt - und gezwungenermaßen anders als im Fall Robert Lewandowski.

Die Abschiedsworte waren kalt, ja sogar ein bisschen gehässig.

"Borussia Dortmund wünscht Henrikh Mkhitaryan für die kommende Saison (...) in der UEFA Europa League alles Gute", schrieb der BVB in einer knappen Pressemitteilung zum Abschied seines Offensivstars zu Manchester United.

Ganz nach dem Motto: Wir selbst spielen dann mal Champions League. Ohne dich.

Dritte BVB-Säule bricht weg

Dazu passte auch die Bildauswahl. Mkhitaryan beim verlorenen DFB-Pokal-Finale. Mkhitaryan lamentierend, auf dem Rasen kauernd oder von zwei Spielern abgegrätscht.

Der erzwungene Abgang der dritten Säule seines Spiels auf einen Schlag trifft den BVB eben hart - trotz eines Rekorderlöses von angeblich 42 Millionen Euro.

Hans-Joachim Watzke hatte genau dieses Dreier-Szenario lange kategorisch ausgeschlossen. Nun muss er es erklären.

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"Diesem Transfer ging für uns auf Basis einer völlig neuen Ausgangssituation eine schwierige Abwägung voraus: Manchester hat uns ein enorm werthaltiges Angebot unterbreitet", betonte der Geschäftsführer.

"Hätten wir es ausgeschlagen, wäre der Spieler 2017 ablösefrei gewechselt."

Überragende Saison von Mkhitaryan

Ilkay Gündogan wechselt zu Manchester City, Mats Hummels ist an den FC Bayern verloren. Nun geht Mkhitaryan.

Es wird kein gemächlicher, gewissenhafter Umbau beim Vize-Meister: ein Star weg, kein neuer da. Es wird ein Neuaufbau.

Geld ist allerdings reichlich vorhanden: Der BVB nahm geschätzte 110 Millionen Euro für drei Spieler mit nur einem Jahr Vertrag ein.

Das ist beachtlich, doch der sportliche Verlust ist bei aller menschlicher Fragwürdigkeit enorm. Allein Mkhitaryan (27) hat in der vergangenen Saison in 52 Pflichtspielen 23 Tore erzielt und 32 vorbereitet. Er war überragend.

Kein Fall Lewandowski

Aber: Er ist wahrlich kein Robert Lewandowski, bei dem der BVB vor dem Wechsel zu den Bayern sein Veto einlegte. Klaglos noch ein Jahr Top-Leistung zu bringen, dafür ist der Armenier nicht der Typ. Und im Hintergrund zerrte Berater Mino Raiola an den Nerven der BVB-Führung.

Die Borussia wird nun versuchen, ihr Mosaik für die kommende Saison zusammenzusetzen.

Götze weiter im Gespräch

Steinchen gibt es. Es kommen Marc Bartra (FC Barcelona) und Sebastian Rode (Bayern München), mit je 25 Jahren die ältesten Zugänge.

Zudem die Talente Emre Mor (FC Nordsjaelland), Ousmane Dembélé (Stade Rennes), Mikel Merino (CA Osasuna) und Raphaël Guerreiro (FC Lorient). Allesamt sind es hoch veranlagte Spieler, aber beileibe keine Hochkaräter. Und keine Anführer.

Daher wird der BVB personell nachlegen. Nach wie vor werden beispielsweise Mario Götze (Bayern München) und André Schürrle (VfL Wolfsburg) gehandelt.

Ungewiss ist, ob die Borussia genügend Qualität zu einem halbwegs vertretbaren Preis findet. Auch bei den genannten Namen.

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