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FC Bayern Training and Press Conference
Bayerns Sportdirektor Matthias Sammer erhielt im Werben um ein begehrtes Nachwuchstalent einen Korb © Getty Images

München - Bayerns Sportvorstand erhielt beim Werben um ein begehrtes Talent einen Korb. Der Vater des Spielers erklärt jetzt die Gründe. Sammers Trumpf stach nicht.

Es ist schon eine Weile her, da landeten die Toten Hosen mit dem Gassenhauer "Wir würden nie zum FC Bayern München gehen" einen Mega-Hit.

Der Song stammt von 1999 - aus einer Zeit also, in der die jüngeren Nachfahren des Profifußballs noch nicht einmal das Licht der Welt erblickt hatten. Dem einen oder anderen Kicker wird er im Laufe seiner Jugend trotzdem begegnet sein. Womöglich auch Vincent Thill.

Deal mit Bayern kommt nicht zustande

Thill ist 16, ein Riesentalent aus Luxemburg. Als die Toten Hosen gegen den Rekordmeister musikalisch zu Felde zogen, war er noch nicht geboren. Und trotzdem wirkt die Rockband bei ihm offenbar bis heute nach.

Womöglich besann sich Thill sogar auf das Anti-Bayern-Motto von einst, als er die Münchner vor kurzem in Verhandlungen abblitzen ließ.

Rückblick: Das Luxemburger Tageblatt vermeldete bereits im April, dass der Deal zwischen Bayern und dem Mittelfeld-Juwel des FC Metz perfekt sei. Ein Vertrag bis 2018 stand damals im Raum. Es wäre Thills erster im Profi-Geschäft gewesen. Von fünf Millionen Euro Ablöse war die Rede.

Das Problem: Thill hat einen Berater und Fürsprecher, dem das Wohl des Youngsters am Herzen liegt: seinen Vater, Serge Thill. Der erzählte jetzt dem Magazin 11freunde, wie die Verhandlungen mit den Bayern seinerzeit abliefen.

Vater gibt Sammer einen Korb

Namhafte Klubs seien hinter seinem Sohn her gewesen, sagte Thill senior dem Magazin. Der FC Liverpoool etwa oder Paris Saint-Germain.

Um die internationale Konkurrenz auszustechen, lud Bayerns Sportvorstand Matthias Sammer Vincent Thill und seinen Vater ins Trainingszentrum ein. Thill sollte sich vor Ort ein Bild machen, welches Fußball-Paradies an der Säbener Straße auf ihn wartet.

Sammers Verhandlungstaktik scheiterte. Vater Serge Thill verriet jetzt warum. "Wir pinkeln uns nicht gleich die Hose voll, nur weil Matthias Sammer anruft", sagte er der 11freunde.

Eine deutliche Abfuhr, wie sie der FC Bayern wohl selten kassiert. Natürlich ist das ein bestimmendes Sportthema in Thills Heimat.

Der 16-jährige läuft also weiter für den FC Metz auf. Dort, wo er sich wohl fühlt - und ein Stück weit auf Händen getragen wird. Denis Schaeffer, Nachwuchsleiter des Klubs, pries Thill zuletzt als "eines der größten Talente, das der Verein je hatte".

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