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Sehrou Guirassy ist französischer U-20-Nationalstürmer © Getty Images

Nachdem der Guirassy-Transfer zum 1. FC Köln beim Medizincheck platzt, gibt es Ärger: Lille stellt sich quer, FC-Manager Schmadtke schießt mit deutlichen Worten zurück.

Allein der Medizincheck stand noch aus, dann sollte der Vollzug vermeldet werden: Sehrou Guirassy stand kurz vor einem Wechsel vom OSC Lille zum 1. FC Köln.

Doch bei eben diesem Medizincheck fiel Guirassy durch und sorgt nun für Streitigkeiten zwischen den Vereinen.

Köln stellte am Donnerstag eine "behebbare Beeinträchtigung" beim Angreifer fest und wollte beim französischen U20-Nationalspieler deswegen neue Verhandlungen ansetzen, wie Manager Jörg Schmadtke erklärte, da man unter diesen Voraussetzungen die verhandelten Bedingungen nicht mehr so akzeptieren könne.

Schmadtke: Lille erzählt Unsinn

Darauf will sich der OSC Lille aber nicht einlassen. "Wir werden den Deal nicht neu aushandeln", sagte Jean-Michel Vandamme dem Kölner Express. "Sehrou hat nichts, was seine Karriere gefährdet."

Diesen Umstand hat der 1. FC Köln indes nie in Zweifel gezogen. Man sprach lediglich von einer "behebbaren Beeinträchtigung", die trotzdem eine Operation erfordere.

Köln und Guirassy getäuscht?

Dass Guirassy sofort einsatzfähig sei, wie Vandamme behauptet, sei schlichtweg falsch, erklärte Schmadtke. "Ich kann nichts dafür, dass Vandamme Unsinn erzählt und unseriös agiert", erklärte der Manager dem kicker: "Vandamme weiß, dass der Spieler operiert werden muss und Lille ihm im zweiten Anlauf suggeriert hat, dass er in drei Tagen wieder fit ist."

Es erscheint, als habe Lille die Kölner täuschen wollen. "Erst hieß es, Guirassy sei verletzt. Kurz darauf, nach einer zweiten Untersuchung, sollte er nur drei oder vier Tage pausieren müssen", berichtete Schmadtke.

Dies mag darauf hindeuten, dass Lille den Deal durch den zweiten Befund zu retten versuchte.

"Das Eis, auf dem ich mich bewege, ist acht Meter dick"

Schmadtke spricht seinen Verein derweil von jeder Schuld der bewussten oder unbewussten Fehldiagnose frei. "Dass ein Spieler verletzt ist, sagt man nicht einfach so", beteuerte er. "Das Eis, auf dem ich mich bewege, ist acht Meter dick. Aber bei Lille weiß ich nicht, ob das Eis einen Zentimeter dick ist oder ob jemand versucht, über Wasser zu laufen."

Die geforderten fünf Millionen Euro will man jedenfalls nicht mehr zahlen. "Ich kann den Ausgang des Ganzen nicht einschätzen", sagte Schmadtke. "So etwas habe ich noch nie erlebt."

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