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Bayern Muenchen v Borussia Dortmund - DFB Cup Final 2016
Der BVB hat das größte Stadion in der Bundesliga. Der Signal Iduna Park fasst 81.359 Zuschauer © Getty Images

Der Ruhrpott-Klub führt die Rangliste der Dauerkartenverkäufe an. Die Bayern liegen nur auf Platz drei. Ein Aufsteiger löst großes Interesse aus.

Vizemeister Borussia Dortmund führt auch vor der am Freitag beginnenden Saison der Bundesliga die Dauerkarten-Rangliste klar an.

Die Westfalen verkauften vor dem Ligastart 54.916 Saisontickets und liegen damit klar vor Schalke 04 (43.935 Dauerkarten) und Rekordmeister Bayern München (38.000).

Die größten Einbußen muss der Hamburger SV verkraften. Die Hanseaten verkauften nur 26.000 Dauerkarten und damit 2.500 Jahresbillets weniger als im Vorjahr. Beim FC Augsburg, FSV Mainz 05 und bei 1899 Hoffenheim waren es jeweils 500 Dauerkarten weniger.

Kontigente werden aufgestockt

Beim BVB verlängerten lediglich 84 bisherige Dauerkarten-Inhaber ihr Abonnement für die neue Spielzeit nicht. Hertha BSC machte als einziger Klub keine Angaben.

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Zahlreiche Klubs, allen voran die Bayern, hätten deutlich mehr Karten verkaufen können, stoppten den Verkauf allerdings, um noch Tickets für Einzelspiele anbieten zu können. Aufsteiger SC Freiburg und der FC Ingolstadt hingegen stockten ihr Dauerkartenkontingent aufgrund der großen Nachfrage um 1.000 Tickets auf, in Freiburg wurden weitere 6.000 Anfragen nicht bearbeitet.

Großes Interesse bei RB

Auch an Freiburgs Mitaufsteiger RB Leipzig herrscht großes Interesse. Die Sachsen verkauften 20.000 Dauerkarten, im Vorjahr waren es 12.232. Der Bundesliga-Neuling setzte in weniger als einer Stunde seine letzten Dauerkarten im freien Verkauf ab. Aufgrund der großen Nachfrage hatte der Verein das Kontingent bereits um 2.000 Tickets aufgestockt.  

Insgesamt kommt die Bundesliga in der kommenden Saison dennoch "nur" auf 438.851 verkaufte Dauerkarten. Den Rekord der Saison 2011/2012, als vor allem dank der Traditionsklubs 1. FC Kaiserslautern oder 1. FC Nürnberg stolze 483.335 Jahreskarten über den Ladentisch gingen, verfehlt das Oberhaus zum fünften Mal in Folge.

Im Vergleich zum Vorjahr wurden 22.084 Dauerkarten weniger verkauft, unter anderem aufgrund der Abstiege von Hannover 96 und VfB Stuttgart, die 2016 zusammen 56.000 Dauerkarten abgesetzt hatten.

Günstigste Dauerkarte in Wolfsburg

Die günstigste, nicht ermäßigte Dauerkarte der Liga ist weiter beim VfL Wolfsburg erhältlich, wo Kurvenfans ab 130 Euro dabei sind. Die Bayern verlangen mit 140 Euro nur unwesentlich mehr.

Am anderen Ende der Liste liegt Darmstadt 98. Die "Lilien" verlangen mindestens 240 Euro - auch, weil das Böllenfalltor so klein ist. Jenseits der 200-Euro-Marke liegen auch der HSV (224 Euro) und Dortmund (207,80).

Die verkauften Dauerkarten in der Übersicht (Vorjahr in Klammern/Zahlen teilweise geschätzt):

1. Borussia Dortmund 54.916 (55.000)
2. Schalke 04 43.935 (43.935)
3. Bayern München 38.000 (38.000)
4. Borussia Mönchengladbach 30.000 (30.000)
5. Eintracht Frankfurt 27.000 (26.000)
6. Hamburger SV 26.000 (28.500)
7. FC Köln 25.500 (25.000)
8. Werder Bremen 25.000 (25.000)
9. VfL Wolfsburg 21.500 (21.500)
10. RB Leipzig 20.000 (12.232)
11. Mainz 05 19.000 (19.500)
12. Bayer Leverkusen 19.000 (19.000)
13. FC Augsburg 18.500 (19.000)
14. Hertha BSC 18.000 geschätzt (18.000)
15. 1899 Hoffenheim 15.000 (15.500)
16. SC Freiburg 15.000 (14.000)
17. Darmstadt 98 11.500 (11.000)
18. FC Ingolstadt 11.000 (10.000)

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