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Im exklusiven SPORT1-Interview spricht Schalkes Sportdirektor Christian Heidel über die Rolle von Clemes Tönnies, das erste Treffen mit Markus Weinzierl und Leroy Sane.

Seit knapp drei Monaten ist Christian Heidel der neue starke Mann auf Schalke. In dieser Zeit hat der langjährige Mainzer Manager bei den Königsblauen die Transfers von Naldo, Breel Embolo, Coke, Abdul Rahman Baba und Leroy Sane abgewickelt.

Im Schalker Trainingslager in Mittersill spricht Heidel exklusiv mit SPORT1 über seinen Start in Gelsenkirchen, Trainer Markus Weinzierl, Coke, den Sane-Deal und eine Meisterschaft mit Schalke (das komplette Interview ab 23.15 Uhr in Bundesliga Aktuell im TV auf SPORT1).

Christian Heidel über…

seinen Start auf Schalke: "Die ersten zwei Tage war ich sehr nervös, wegen des neuen Umfelds. Hat aber nicht wehgetan. Inzwischen fühlt es sich so an, als ob ich schon länger da bin. Ich habe sogar schon mit Clemens Tönnies (Aufsichtsratsvorsitzender Anm. d. Red.) alle vier Strophen der Vereinshymne gesungen. Ich möchte die Arbeit hier mit Haut und Haaren machen, um die Menschen zu verstehen. Ich bin bereit, mich emotional mit Schalke zu verbinden. Aber ich werde mich nach 24 Jahren Mainz nicht hinstellen und das Wappen küssen."

den Rückzug von Clemens Tönnies: "Die Rolle von Tönnies wurde überbewertet. Seit ich da bin, war er nur einmal für fünf Minuten auf der Geschäftsstelle. Allerdings telefonieren wir öfter miteinander. Ich vertraue ihm, er vertraut mir. Wenn ich ihn brauche, ist er immer für mich da."

das erste Treffen mit Markus Weinzierl: "Ich habe ihn erstmals bei einem Freundschaftsspiel mit Mainz in Regensburg getroffen. Dort haben wir uns kurz unterhalten. Anschließend habe ich seinen Weg in Regensburg weiterverfolgt, wo er mit wenig Mitteln viel erreicht hat. "

die Gründe für die Verpflichtung von Weinzierl: "Er hat einen guten Umgang und eine große soziale Kompetenz. Außerdem ist bei ihm eine Entwicklung erkennbar. In Augsburg hatte er einen katastrophalen Start mit neun Punkten nach der Hinrunde. Mit einer souveränen Rückrunde konnte er doch noch den Klassenerhalt sichern. Mit ihm haben wir die beste Lösung gefunden."

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seinen Eindruck von der Arbeit Weinzierls bei Schalke: "Alles, was auf dem Platz und in der Mannschaft passiert, macht mich zuversichtlich. Aber noch haben wir kein Spiel gespielt. Für unsere junge Mannschaft mit 13 Spielern unter 23, die sich noch entwickeln müssen, ist er der ideale Trainer."

eine Meisterschaft in seiner Amtszeit: "Da mache ich mir null Gedanken. Ich arbeite lieber in kleinen Schritten. Wir sollten uns erst kleinere Ziele setzen. Außerdem stellt sich die Frage für uns gar nicht, da andere Teams zu stark sind."

die Fan-Erwartungen: "Ich glaube, die Medien tragen die hohen Erwartungen an den Verein heran. Ich habe noch keinen einzigen Fan getroffen, der mir sagte, wir müssen Deutscher Meister werden. Das Thema gibt es bei uns nicht. Da muss sich vielleicht auch mal die Journaille hinterfragen."

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Neuzugang Coke: "Er war der Leader in Sevilla. Die Aussage von Sportdirektor Monchi sagt viel aus: Er habe schon sehr viele Spieler von Sevilla transferiert. Aber er glaubt, dass er diesmal einen großen Fehler macht, weil er nicht nur einen sehr guten Defensivspieler und Kapitän verliert, sondern das Herz des FC Sevilla abgibt. Das tue ihm sehr, sehr weh. Coke kann nicht gleich das Herz des FC Schalke sein. Aber er kann sich sehr einbringen, um die Weiterentwicklung der jungen Spieler voranzutreiben."

den Wechsel von Leroy Sane zu Manchester City: "Das Verhalten von Leroy und seinem Management war vorbildlich - wie realistisch, klar und emotionslos dieser Wechsel über die Bühne ging. Auch Manchester City hat sich da gut verhalten, ohne jeglichen Druck auszuüben. So stelle ich mir das vor. Ich muss Leroy ein Riesenkompliment machen. Er hat sich nie zu dem Wechsel geäußert. Am Ende sind alle froh. Es ist wichtig, dass so ein Junge hier weggeht und das Gefühl bekommt, dass ganz Schalke ihm alles Gute wünscht."

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den Hauptgrund für Sanes Wechsel: "Dass er ausschließlich des Geldes wegen nach Manchester geht, ist grundlegend falsch. Es gibt eine Reihe von Klubs, bei denen Leroy nicht verhungert wäre und die das Gehalt von Manchester City noch überboten hätten. Er hat sich nicht den leichten Weg ausgesucht."

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