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Sport Bild Award 2016
Jerome Boateng spielte für Hertha BSC erstmals in der Bundesliga © Getty Images

Der Bayern-Verteidiger gibt sich mit dem Status Quo nicht zufrieden und sieht drei große Widersacher im Titelrennen. Die anderen Teams seien nicht schlechter geworden, meint Boateng.

Weltmeister Jerome Boateng will sich von der entbrannten Diskussion über eine zu große Dominanz von Bayern München in der Bundesliga nicht ablenken lassen.

"Wir wollen einfach konzentriert weiter arbeiten und wissen, dass es eine schwierige Saison wird", sagte der Nationalspieler am Rande des Sport-Bild-Awards am Montag in Hamburg und zählte Borussia Dortmund, Bayer Leverkusen und Borussia Mönchengladbach als größte Widersacher im Titelrennen auf.

"Wollen uns weiter verbessern"

"Die Mannschaften sind auch nicht schlechter geworden. Wir wollen uns weiter verbessern", sagte Boateng.

Zum Auftakt hatte der Rekordmeister ohne den nach seiner Verletzung noch nicht auskurierten Boateng beim 6:0-Kantersieg gegen Werder Bremen keinerlei Mühe.

Anschließend beklagten Funktionäre wie DFL-Präsident Reinhard Rauball die Einseitigkeit des Duells, Kritiker befürchten ob der Überlegenheit des Rekordmeisters schon eine große Langeweile an der Liga-Spitze.

Bobic warnt vor Langeweile

Dies zu verhindern, sei Aufgabe aller Klubs, sagte Eintracht Frankfurts Vorstand Sport, Fredi Bobic. "Wichtig ist, dass alle Mannschaften versuchen, gegen die Bayern etwas zu holen", sagte der 44-Jährige, sonst könne es "auf Dauer langweilig werden". Bobic sieht in dieser Saison einzig den BVB als ernstzunehmenden Verfolger der Münchner.

Hoffenheims Coach Julian Nagelsmann erwartet dagegen eine breitere Spitze. "Es gibt mit Leverkusen, Gladbach und Dortmund schon einige Mannschaften, die den Bayern Paroli bieten können", sagte der 29-Jährige: "Diese Mannschaften müssen eine Saison auf höchstem Level spielen, um an die Bayern heranzukommen. Das wünscht man sich schon für die Spannung der Liga."

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