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Joshua Kimmich veröffentlicht einen Beitrag im renommierten "The Players Tribune". Darin beschreibt er die Probleme, die er während seiner Zeit bei RB Leipzig hatte.

Er gilt als eines der größten Talente, die der deutsche Fußball in jüngster Vergangenheit hervorgebracht hat: Joshua Kimmich vom FC Bayern.

Gestählt worden ist der Nationalspieler in der Jugendakademie von RB Leipzig. Dort hat er "eine der härtesten Zeiten meines Lebens" verbracht, wie Kimmich in einem Beitrag für die renommierte Internetplattform The Players Tribune verrät.

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Kimmich berichtet von den Schwierigkeiten, mit denen er 2013, während der Anfänge bei den Sachsen, zu kämpfen hatte. "Ich hatte schon eine Leistenverletzung, als ich bei RB ankam und hatte keine Ahnung, wie lange die Reha dauern würde", schreibt Kimmich. 

"Ich habe mich so allein gefühlt"

Mannschaftstraining blieb dem Jungspund in den ersten Wochen und Monaten verwehrt: "Ich habe nur mit einem Individual-Coach trainiert, während der Rest der Mannschaft volle Trainingstage hatte."

Eine Zeit, die an Kimmich nagte. Auch weil ihm der Draht zur Mannschaft fehlte. "Ich kannte die Stadt nicht und konnte meine Teamkollegen nicht kennenlernen. Stattdessen war ich alleine in einem Hotel, 550 Kilometer von meiner Familie entfernt, nur mit einem Fernseher, meinem Laptop und meinem Handy. Ich habe mich so allein gefühlt."

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Doch Kimmich biss sich durch. Er wusste einen großen Fürsprecher hinter sich: Ralf Rangnick, schon damals Sportdirektor des Drittligisten RB. "Das Wichtigste für einen Fußballer ist ein Manager und ein Trainer, der an dich glaubt und dir vertraut", schreibt Kimmich. 

Kimmich hatte Rangnicks Ratschlag vertraut und war aus der A-Jugend des VfB Stuttgart ins ferne Leipzig gewechselt, wo er sich trotz allen Widrigkeiten zum Profi mausern wollte.

Auch weil Kimmich Rangnicks Ratschlag hört

Auch dank des Rückhalts seines Mentors schaffte es Kimmich in seinem ersten Jahr auf 26 Einsätze in Liga drei, stieg am Ende der Saison mit dem Klub in die Zweite Liga auf.

Ein halbes Jahr später klopfte der FC Bayern an. 

Im Januar 2015 klingelte Kimmichs Telefon, sein Berater war dran: "Was würdest du denken, wenn ich dir sage: 'Der FC Bayern will dich haben'?" Der damals 19-Jährige traute seinen Ohren nicht, als er von der Offerte hörte. "Ich will es direkt vom Trainer hören", so beschreibt Kimmich seine Erinnerungen an das Traumangebot.

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Kurze Zeit später saß er Pep Guardiola in einem Besprechungsraum gegenüber. Einem Mann, den er bis dato nur aus dem Fernsehen kannte. 

Der Rest ist bekannt. Kimmich legte auch beim Rekordmeister einen Senkrechtstart hin, wurde zu Guardiolas Lieblingsspieler. 

Eine Entwicklung, die er auch Ralf Rangnick zu verdanken hat. Und seiner Widerstandsfähigkeit, als er damals ganz allein in einem Hotelzimmer in Leipzig gesessen und entschieden hat: "Ich habe diese Chance und muss sie nutzen."

Mit der Veröffentlichung des Beitrags im "The Players Tribune" reiht sich Joshua Kimmich in eine Riege namhafter Sportler ein. Üblicherweise ist es den Größen des US-Sports vorbehalten, in diesem Medium zu veröffentlichen. Unter anderem verkündete Basketball-Legende Kobe Bryant auf diesem Weg sein Karriereende.

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