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Reinhard Rauball hätte sich mehr Spannung gewünscht
Reinhard Rauball wurde als Ligapräsident wiedergewählt © Getty Images

1,2 Milliarden Euro kassieren die 36 Profiklubs der 1. und 2. Liga ab der kommenden Saison an TV-Geldern. Reinhard Rauball setzt auf eine schnelle Einigung.

DFL-Präsident Reinhard Rauball geht von einer Entscheidung im Verteilungskampf um die TV-Milliarden noch in diesem Jahr aus.

"Wir brauchen drei oder sogar vier Sitzungen, um dieses Thema abzuhandeln", sagte der 69-Jährige nach seiner Wiederwahl bei der Generalversammlung in Berlin: "Ich bin mir aber sicher, dass wir noch in diesem Jahr einen tragbaren Kompromiss finden."

Ab der Saison 2016/17 fließen 1,2 Milliarden Euro aus der nationalen Vermarktung in die Kassen der 36 Profi-Klubs, zusammen mit den Auslandserlösen dürfte die Summe auf 1,5 Milliarden Euro steigen. Vor allem die Zweitligisten fürchten um ihr großes Stück vom Kuchen.

"Ich bin sicher, dass wir auch da eine Lösung finden. Das wird nicht so einfach sein wie in der Vergangenheit, da sich viele positioniert haben", sagte Rauball: "Wir wollen bis zur nächsten Mitgliederversammlung eine Entscheidungsreife herstellen."

Bislang werden die TV-Gelder im Schlüssel 80:20 verteilt. Bliebe das so, würden die Vereine der 2. Liga alleine aus der nationalen Vermarktung (insgesamt 1,2 Milliarden Euro) künftig rund 240 statt derzeit 140 Millionen Euro bekommen.

Das aber, sagen die Kritiker aus der Bundesliga, würde nicht dem Marktwert des Unterhauses entsprechen - nicht einmal ansatzweise.

"Niemand hätte wohl Verständnis dafür, wenn sich die Liga wegen des neuen TV-Vertrags zerstreitet", sagte Rauball: "Der öffentliche Eindruck wäre verheerend. Ich bin deswegen froh, dass die Diskussion zurückgefahren wurde. Natürlich darf es aber eine Diskussion geben."

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