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Werder Bremen v FC Augsburg - Bundesliga
Neuzugang Serge Gnabry (r.) feierte sein Bundesliga-Debüt für Werder Bremen © Getty Images

Bremen - Werder Bremen präsentiert sich gegen den FC Augsburg zunächst klar verbessert im Vergleich zur Auftaktpleite. Trotz Führung reicht es am Ende nicht zum ersten Sieg.

Werder Bremen hat das Debüt des Olympia-Helden Serge Gnabry verpatzt und rutscht schon wieder in die Krise.

Das Team des nicht unumstrittenen Trainers Viktor Skripnik verlor auch sein drittes Pflichtspiel der Saison mit 1:2 (1:0) gegen den FC Augsburg und bleibt nach dem zweiten Spieltag der Bundesliga Tabellenletzter. (Tabelle der Bundesliga)

Zu allem Übel droht der lange Ausfall von Abwehrspieler Luca Caldirola.

"Es sah lange ganz gut aus. Dann sind wir durch zwei Standardsituationen in Rückstand geraten und konnten es nicht mehr drehen", sagte Werder-Sportchef Frank Baumann bei Sky. Die Pfiffe der Anhänger konnte der Ex-Profi verstehen: "Die Fans hatten letzte Saison eine harte Zeit, jetzt ist der Start nicht gut. Es ist klar, dass alle enttäuscht sind."

Augsburg dreht Partie

Aron Johannsson brachte die Hausherren kurz vor dem Halbzeitpfiff per Elfmeter in Führung (45.+2). Der US-Amerikaner profitierte von einem Foul des neuen FCA-Verteidigers Martin Hinteregger an Zlatko Junuzovic. Nach dem Wechsel sorgte Verteidiger Jeffrey Gouweleeuw per Kopf für den Augsburger Ausgleich (52.), bevor Konstantinos Stafylidis mit einem Freistoßtreffer in die Torwartecke das Spiel drehte (73.). Das vorausgegangene Foul von Lamine Sane an Alfred Finnbogason lag allerdings innerhalb des Strafraums. (Der Ticker zum Nachlesen)

Während der FCA durch seinen ersten Bundesliga-Sieg unter dem neuen Trainer Dirk Schuster im Soll ist, dürfte es für Werders Cheftrainer Skripnik ungemütlich werden. In der Schlussphase gab es laute Pfiffe. (Spielplan und Ergebnisse)

Gnabry sorgt für Belebung

Die Grün-Weißen wollten nach dem kapitalen Fehlstart mit einer Pleite im Pokal bei den Sportfreunden Lotte (1:2) und der 0:6-Klatsche bei Bayern München das Umfeld mit einer deutlichen Steigerung beruhigen. Hoffnung zogen sie vor allem aus der Verpflichtung von Gnabry, der bei Olympia in Brasilien so begeistert hatte. Der Silbermedaillengewinner wirkte hochmotiviert, doch der FCA erwies sich zunächst als defensiv stabil. (Die Statistiken des Spiels)

© IM Football

Die Gäste überließen Werder in der Anfangsphase die Spielkontrolle und hielten den recht uninspirierten Angriffsversuchen der Grün-Weißen locker stand. Die gefährlicheren Aktionen besaßen zunächst die Augsburger, die immer wieder nach schnellem Umschaltspiel Alfred Finnbogason in der Spitze suchten. In der 29. Minute verpasste der Isländer per Lupfer nur knapp die Führung.

Und was machte Gnabry? Der 21 Jahre alte Zugang vom FC Arsenal arbeitete eifrig in der Defensive und initierte dann mit beherzten Aktionen die Schlussoffensive der Bremer im ersten Durchgang. Erst forderten die Werder-Fans nach einem Zweikampf des Millionen-Einkaufs mit Augsburgs Kapitän Paul Verhaegh Elfmeter - doch der Pfiff blieb zu Recht aus (41.). Dann legte Gnabry nach explosivem Dribbling Fin Bartels die bis dato größte Chance auf, doch der Rechtsfuß verzog (42.).

Zweiter Elferpfiff bleibt aus

Kurz nach dem Wiederanpfiff hatte Augsburg Glück: Hinteregger hielt Werders Verteidiger Lamine Sane nach einer Ecke fest, doch der zweite Elfmeterpfiff von Schiedsrichter Daniel Siebert blieb aus (50.). Fast im Gegenzug fiel der Ausgleich, der für ein völlig offenes Duell sorgte.

Werder wollte unbedingt, doch der Treffer von Stafylidis bedeutete einen Rückschlag, den die Hanseaten kaum verkrafteten.

In der Schlussphase verletzte sich dann auch noch Caldirola schwer. Der Italiener musste mit Verdacht auf Wadenbeinbruch ins Krankenhaus.

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