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Eintracht Frankfurt v Bayer 04 Leverkusen - Bundesliga
Bayer Leverkusen musste in Frankfurt den nächsten Rückschlag hinnehmen © Getty Images

Frankfurt am Main - Bayer muss nach dem enttäuschenden Remis in der Champions League auch in der Liga einen Dämpfer hinnehmen. Ein lange Zeit Verschmähter wird für die Eintracht zum Matchwinner.

Erst der Frust in der Champions League, dann die Niederlage in der Bundesliga: Bayer 04 Leverkusen ist nach dem ernüchternden und völlig unnötigen Unentschieden in der europäischen Königsklasse auch auf nationaler Ebene gestolpert. Bei Eintracht Frankfurt  verlor die über weite Strecken uninspirierte Werkself durchaus verdient mit 1:2 (0:0).

Chicharito vergibt Ausgleich

 Der Treffer von Javier Chicharito Hernandez (60.) reichte den Gästen nicht zum Punktgewinn, da nach Alexander Meier (53.) auch noch Marco Fabian (79.) für Frankfurt traf. Die große Chance zum Ausgleich vergab Chicharito, als er einen Foulelfmeter an den Pfosten setzte.

Highlights der Partie in Bundesliga Pur, Sonntag ab 9.15 Uhr im TV auf SPORT1

Der Wille war den Gästen am Samstag zwar nicht abzusprechen, die körperliche und vielleicht auch geistige Frische aber schienen gefehlt zu haben. Viel zu lethargisch und ohne Spielwitz präsentierte sich das Team von Trainer Roger Schmidt, der sich eigentlich neue Impulse erhoffte.

"Frankfurt hatte die größere Effizienz. Drei Punkte aus drei Spielen sind nicht besonders doll, aber ich bin weiterhin optimistisch", gab sich Schmidt nach dem Spiel dennoch selbstbewusst.

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Schmidt rotiert

Der 49-Jährige, der seiner Mannschaft nach dem Moskau-Spiel "fehlende Demut" vorgeworfen hatte, rotierte angesichts von drei englischen Wochen in Serie auf drei Positionen. Unter anderem bot er in Julian Baumgartlinger und Charles Aranguiz zwei neue defensive Mittelfeldspieler auf - das Duo empfahl sich allerdings nur selten für weitere Startelf-Einsätze, die Anbindung zum Spiel fehlte nahezu komplett (Die Statistiken des Spiels).

Das lag allerdings auch an den Frankfurtern, die vor der Partie den Vertrag mit dem im Mai an Krebs erkrankten Marco Russ vorzeitig bis zum 30. Juni 2019 verlängert hatten. Die Mannschaft von Trainer Niko Kovac, der seine aktive Bundesliga-Karriere in Leverkusen begonnen hatte, trat sehr gut organisiert auf und ließ fast nichts zu.

"Wir haben ein interessantes Spiel mit Emotionen und Torchancen gesehen. Ich habe am Anfang der Saison gesagt, dass wir eine Heimstärke aufbauen wollen. Wir dürfen jetzt aber nicht glauben, dass es immer so läuft", so Kovac.

Bei Ballgewinnen wurde dabei oft das direkte Zuspiel in die Offensive gesucht. Torgefahr entsprang diesen Aktionen aber auch nicht wirklich (Der Ticker zum Nachlesen).

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Wenig Spielfluss vor der Pause 

Nach gut 20 Minuten häuften sich zudem kleinere Fouls, die dem ohnehin schon zähen Spielfluss keinesfalls zuträglich waren. Zwar hatte die Werkself zu diesem Zeitpunkt die Kontrolle über das Geschehen übernommen, ein Fernschuss des Schweizer Nationalspielers Admir Mehmedi (25.) war aber noch die beste Szene. Auf der anderen Seite versuchte es Marco Fabian (34.), einer von ebenfalls drei Neuen in der Startformation, aus ähnlicher Distanz (Die Tabelle der Bundesliga).

Die wichtigsten Daten zum Spiel © iMFootball

Die Frankfurter Führung durch Torjäger Meier deutete sich unmittelbar nach dem Seitenwechsel an, die Gastgeber wirkten in den Zweikämpfen plötzlich entschlossener und im Spiel nach vorne auch mutiger. Als die SGE sogar noch einen Gang höher schaltete und auf den zweiten Treffer drängte, erzielte Hernandez den Ausgleich (Der 3. Spieltag im Überblick).

Und die Partie ging spektakulär weiter. Einen Schuss des eingewechselten Hakan Calhanoglu (63.) entschärfte Frankfurts Keeper Lukas Hradecky glänzend, sein Gegenüber Bernd Leno zeigte beim Versuch von Szabolcs Huszti wenige Sekunden später einen herausragenden Reflex. In der 75. Minute touchierte der Ball nach einem Schuss von Leverkusens Kevin Kampl die Latte.

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