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Bayer 04 Leverkusen v Hamburger SV - Bundesliga
Leverkusen feiert Joel Pohjanpalo, den Helden des Tages © Getty Images

Leverkusen - Leverkusens Torhüter Bernd Leno schenkt dem Hamburger SV die Führung - dann kommt Joel Pohjanpalo. Der Finne legt eine sensationelle 16-Minuten-Show hin.

Bayer Leverkusen hat ein verloren geglaubtes Heimspiel dank Joel Pohjanpalo noch aus dem Feuer gerissen.

Nach einem 0:1-Rückstand drehte der finnische Joker das Spiel mit einem Hattrick (79./90.+1/90.+4) und sicherte das glückliche 3:1 (0:0) gegen den Hamburger SV, der zum fünften Mal in Folge in der BayArena verlor und seit dem 22. Februar 2009 ohne Sieg in Leverkusen ist. (Der Ticker zum Nachlesen)

"Ich verstehe das nicht, das ist unglaublich", sagte der Held des Tages bei Sky. Pohjanpalo führt die Torjägerliste jetzt zusammen mit Robert Lewandowski mit vier Treffern an. "Die Vorbereitung war sehr gut für mich. Der Trainer hat mir gesagt, dass ich eine Chance bekomme."

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Leno patzt, Wood trifft

Bobby Wood (58.) hatte die Norddeutschen nach einem schweren Fehler von Bayer-Keeper Bernd Leno in Führung gebracht. "Ich war sehr eng am Ball, normalerweise bekomme ich den Ball noch", kommentierte Leno die Szene. "Ich weiß nicht, ob Wood ihn noch wegspitzelt, ich habe dann zur Grätsche angesetzt." Leno senste vorbei, Wood schob ins leere Tor ein.

Am Mittwoch im ersten Heimspiel der Gruppenphase gegen ZSKA Moskau muss sich Bayer aber trotz des ersten Saisonsiegs steigern. (Tabelle der Bundesliga)

Hamburg erlebte nach dem 1:1 gegen Ingolstadt zum Auftakt die nächste Enttäuschung. "Es fehlen einem die Worte. Es darf nicht sein, dass wir innerhalb von zehn Minuten das Spiel aus der Hand geben", sagte Aaron Hunt. "Es ist richtig enttäuschend für uns, weil wir über 70 Minuten ein sehr gutes Auswärtsspiel gemacht haben."

Vor Spielbeginn gab Bayer die Vertragsverlängerung mit Leno bis 2020 bekannt. Der Vertrag des 24-Jährigen wäre 2018 ausgelaufen. Im Frühjahr hatte der Keeper auf das Ziehen einer Ausstiegsklausel verzichtet.

Bei der Werkself saß 17,5-Millionen-Mann Aleksandar Dragovic zunächst auf der Bank. Dafür kehrte der mexikanische Torjäger Javier Hernandez nach seinem Handbruch in die Startformation zurück. Nationalspieler Kevin Volland fehlte dagegen aufgrund seiner Mittelhandfraktur. (Spielplan und Ergebnisse)

Lasogga und Douglas Santos draußen

Aufseiten der Hanseaten vertraute Trainer und Ex-Bayer-Coach Bruno Labbadia im Angriff Wood, dafür saßen Pierre-Michel Lasogga wie auch der brasilianische Olympiasieger Douglas Santos draußen.

Bereits nach drei Minuten musste Bayer-Trainer Roger Schmidt sein Offensivkonzept umstellen, denn Nationalspieler Karim Bellarabi verletzte sich am Oberschenkel und musste durch Julian Brandt ersetzt werden.

Der HSV erwischte vor 30.210 Zuschauern in der ausverkauften BayArena den besseren Start und schnürte die Werkself in der Anfangsphase ein. Michael Grigoritsch (17.) verzog aus 17 Metern nur knapp. (Die Statistiken des Spiels)

Die Rheinländer benötigten eine lange Anlaufphase, konnten am ehesten durch Standardsituationen Gefahr im Strafraum der Hanseaten heraufbeschwören.

Mehmedi scheitert an Adler

So scheiterte Admir Mehmedi (37.) mit einem Kopfball an Hamburgs Schlussmann Rene Adler, der ebenso wie Abwehrchef Emir Spahic einst den Bayer-Dress getragen hatte. Die Vorlage kam von Hakan Calhanoglu.

Joel Pohjanpalo © Im Football

Die beste Gelegenheit auf der Gegenseite hatte Nicolai Müller (40.) auf dem Fuß. Er scheiterte aber freistehend an Leno.

Benjamin Henrichs (59.) sowie Hernandez (63.) mit einem Schuss an den Außenpfosten besaßen noch Chancen für die Gastgeber.

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