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SC Freiburg v Hamburger SV - Bundesliga
Bruno Labbadia verlor mit dem HSV das dritte Spiel in Folge © Getty Images

Nach der dritten Niederlage in Folge wird die Luft für HSV-Trainer Bruno Labbadia dünn. Klubchef Dietmar Beiersdorfer vermeidet ein klares Treuebekenntnis.

Nach der dritten Niederlage des Hamburger SV in Folge hat Klubchef Dietmar Beiersdorfer die Zukunft von Trainer Bruno Labbadia beim "Dino" offen gelassen.

"Ganz oben steht der HSV und sonst keiner", sagte Beiersdorfer nach dem 0:1 (0:0) beim SC Freiburg bei Sky: "So ein Spiel muss man sacken lassen, ich werde das mit dem Trainer besprechen. Bruno Labbadia ist unser Trainer, ich muss ihm nicht jeden Tag Rückendeckung geben. Aber momentan liefern wir nicht."

Abstiegskampf statt Europa-Träume

Nach SPORT1-Informationen wird es am Mittwochvormittag eine Sitzung geben, bei der es um die Zukunft des Trainers gehen soll.

"Der Frust ist sehr groß, wir haben uns das anders vorgestellt", sagte Beiersdorfer, der Auftritt der Mannschaft in Freiburg sei nicht akzeptabel: "Wir waren schlecht, ganz schlecht, speziell in der zweiten Hälfte. Das war völlig unzureichend. Das muss jedem, der auf dem Platz stand, klar sein. Wir finden momentan keine Möglichkeit, das Tor des Gegners zu bedrohen."

Der vor der Saison für viele Millionen Euro verstärkte HSV steht mit nur einem Punkt auf einem Abstiegsplatz. (Tabelle)

"Das war völlig unzureichend"

Beiersdorfer redete sich richtiggehend in Rage: "Wer für den HSV aufläuft, der muss eine andere Leistung zeigen, als wir das heute gemacht haben. Das war völlig unzureichend, speziell in der zweiten Halbzeit. Aber auch in der ersten Halbzeit hätten wir mehr verlangen können und das haben wir nicht gezeigt."

Eine ganz andere Sichtweise - zumindest zu den ersten 45 Minuten - hatte derweil Labbadia. "Da sind wir so aufgetreten, wie wir uns das vorgestellt haben - mit sehr engen Räumen und vielen Ballgewinnen."

Der HSV-Coach wirkte aber ebenfalls angefressen - vor allem das Gegentor nervte ihn. "Es war in dieser Situation einfach nicht notwendig, das ist das, was mich am meisten ärgert. Eigentlich haben wir uns die letzten Niederlagen selber eingebrockt, indem wir die Spiele nicht zu Ende gespielt haben."

Wie SPORT1 aus Mannschaftskreisen erfahren hat, ist Labbadia im Unklaren über seine Zukunft.

Er kennt die Mechanismen der Bundesliga: "Ich bin als Erster in der Verantwortung." Es dürfte spannend werden, ob er am Samstag im Spiel gegen den FC Bayern diese Verantwortung noch tragen darf.

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