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Arjen Robben krönte sein Comeback mit dem Treffer zum 2:0 © Getty Images

München - 200 Tage lang war Arjen Robben außer Gefecht. Ganze sieben Minuten benötigte er bei seinem Comeback, um sich wieder nachhaltig in Erinnerung zu rufen.

200 Tage lang hatte man diese Szene in der Allianz Arena nicht gesehen: Ein Niederländer schnappt sich den Ball, er zieht von rechts in die Strafraummitte, er schießt - und er trifft.

Dass Arjen Robben dieser ominöse Spieler ist, dafür bedarf es nicht viel Phantasie.

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Genau diese 200 Tage lang war Robben außer Gefecht.

Ein kurzes Comeback im Testspiel gegen den SV Lippstadt endete mit einem Muskelfaserriss und der 32-Jährige war wieder von der Bildfläche verschwunden.

Doch am Mittwochabend brachte er sich wieder nachhaltig in Erinnerung.

"Das Publikum war der Wahnsinn"

Mit dem typischen Robben-Trick schenkte er Hertha BSC das 2:0 ein und verhalf den Bayern zu einem ungefährdeten 3:0-Sieg.

Wie sehr ihn die Fans vermisst hatten, merkte man, als der Publikumsliebling in der 65. Minute das Feld betrat. Der ohrenbetäubende Jubel war sogar noch lauter als sieben Minuten später bei seinem Tor.

"Es war ein sehr schöner Moment für mich",  sagte der überglückliche Offensiv-Star nach seinem 25-Minuten-Einsatz bei SPORT1. "Vor allem die Reaktion des Publikums, als ich auf den Platz gekommen bin. Das war Wahnsinn, da muss ich mich bedanken. Diese Unterstützung tut schon sehr gut!"

Ribery freut sich über Robben-Comeback

Robben sinnierte in diesem Moment über die harten Qualen der vergangenen 200 Tage. "Ich habe eine absolute Gänsehaut", sagte er später.

"Es war sehr emotional und es geht dir alles nochmal durch den Kopf, was du gemacht hast, um wieder zurückzukommen. Heute gibt's die Belohnung für die harte Arbeit. Schöner könnte es nicht sein."

Auch Franck Ribery, Robbens kongenialer Partner auf dem linken Flügel, gefällt die Rückkehr seines Kollegen. "Ich freue mich, dass Robben wieder zurück ist", sagte der Franzose.

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Trainer Carlo Ancelotti blickte bereits auf die nächsten Partien, wo ihm jetzt eine Alternative mehr zur Verfügung steht. "Jetzt kommen die wichtigen Spiele. Da brauchen wir solche erfahrenen Spieler wir Robben", sagte Ancelotti in der ARD.

Nur Elber und Pizarro vor Robben

Nachdem Robben in besagter 65. Minute eingewechselt worden war, benötigte er ganze sieben Minuten, um den vorentscheidenden Treffer gegen die Berliner zu erzielen.

"Das Tor war nochmal eine Extra-Belohnung", freute sich Robben.

Es war sein insgesamt 78. Bundesliga-Tor, womit er Roy Makaay als dritterfolgreichsten Bayern-Ausländer einholte. Nur Giovane Elber und Claudio Pizarro liegen noch vor ihm. Gleichzeitig ist der 32-Jährige hinter Willy Lippens nun der zweiterfolgreichster Niederländer.

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