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Laut Christian Heidel wäre Leroy Sane im kommenden Sommer beim FC Bayern gelandet. Mit den Knappen will Schalkes Sportdirektor eine neue Ära begründen.

Schalkes Sportvorstand Christian Heidel hat klar gemacht, dass Leroy Sane im kommenden Jahr wohl beim FC Bayern gelandet wäre, wenn der Nationalspieler nicht im Sommer zu Manchester City gewechselt wäre.

"Darauf wäre es wahrscheinlich hinausgelaufen", sagte Heidel in einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung.

"...der wäre im Kopf schon bei den Bayern"

"Dann hätte es im nächsten Jahr eine große Differenz in der Ablösesumme gegeben, weil Leroy eine Ausstiegsklausel hatte, und bei jedem Heimspiel hätte jeder der 60.000 gewusst: Im nächsten Jahr ist er bei Bayern. Und bei jedem verfehlten Dribbling hätte es geheißen: Der ist im Kopf sowieso schon in München.“

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Mit den Knappen will der frühere Manager von Mainz 05 eine Ära starten. "Es gibt eine Sehnsucht nach Kontinuität. Kontinuität wird meistens auf Personen projiziert - ich denke jedoch, dass sie mehr mit einer Idee, einer Leitlinie zu tun haben sollte. Was Kontinuität wirklich bedeutet, kann man an der Tabelle ablesen. Erfolgreich sind die Vereine, die eine Idee haben und ihr treu bleiben."

Heidel plant Stimmungswandel

Außerdem möchte der neue Schalke-Macher einen Stimmungswandel herbeiführen. "Darum geht es ja gerade: dass sich diese Stimmung mittelfristig ein bisschen dreht", sagte Heidel zu Aussagen seines Vorstandskollegen Alex Jobst über "Pessimismus als Grundgefühl über dem Verein" und Schalker "Lust am Weltuntergang".

Die negative Bewertung von Situationen steht nach Heidels Erfahrungen seiner ersten Arbeitsmonate bei den Königsblauen im krassen Gegensatz zur Erwartungshaltung: "Die ist auf Schalke grenzenlos. Wenn man aber alles nur auf den kurzfristigen Erfolg ausrichtet, wird es sehr schwer, mittelfristig etwas zu entwickeln", sagte der 53-Jährige vor der Saisonheimpremiere am Freitagabend (ab 20.30 Uhr LIVE in unserem Sportradio SPORT1.fm und im LIVETICKER) gegen den Deutschen Meister Bayern München.

Weinzierl setzt hohe Ziele

Gleichwohl setzt sich Schalkes neuer Trainer Markus Weinzierl persönlich auch schon für die mit einer 0:1-Niederlage bei Eintracht Frankfurt begonnene Saison hohe Ziele.

"Wir wollen und müssen international spielen. Unser Ziel ist es, den Anschluss an Gladbach, Leverkusen, Bayern und natürlich auch Dortmund zu bekommen. Wir wollen eine Mannschaft hervorbringen, die schon innerhalb des ersten Jahres unsere Ziele erreichen kann", sagte der Coach der Bild.

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