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Trotz Investitionen von mehr als 30 Millionen Euro legt der Hamburger SV erneut einen Fehlstart in der Bundesliga hin. Trainer Bruno Labbadia zeigt sich dünnhäutig.

Nach der 0:4-Pleite seiner Hamburger gegen RB Leipzig zeigte sich Trainer Bruno Labbadia dünnhäutig.

Der 50-Jährige lieferte sich ein verbales Scharmützel mit einem TV-Reporter: Bereits nach drei Spieltagen ist die Stimmung beim Hamburger SV wieder im Keller.

Den Investitionen von mehr als 30 Millionen Euro steht ein mickriges Pünktchen in der Bundesliga gegenüber.

"Das ist Schnee von gestern. Ich war verärgert über unser Spiel", sagte Labbadia am Tag danach zum Zwist vom Samstag.

Interview frühzeitig beendet

Der 50-Jährige hatte ein Interview mit Sky-Reporter Patrick Wasserziehr vorzeitig beendet, weil ihm die Fragen nach einer möglichen Trainerdiskussion deutlich verfrüht erschienen.

Auch im SPORT1-Interview zeigte sich Labbadia genervt: "Es ist Wahnsinn, dass ich so was schon nach dem 3. Spieltag gefragt werde

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Klubboss Dietmar Beiersdorfer stellte sich am Sonntag, nach einer für ihn "harten Nacht", vor den Coach, der die Hanseaten nach dem Relegationsdrama 2015 im letzten Jahr auf Platz zehn in der Liga führte.

"Bruno Labbadia hat schon oft bewiesen, dass er eine Mannschaft kurzfristig wieder aufbauen kann", sagte der 52 Jahre alte Vorstandsvorsitzende, betonte aber auch, dass er eine Reaktion erwartet: "Jeder muss sich hier an die eigene Nase fassen."

Millionen für Transfers

Die Erwartung an Labbadia und den HSV sind in dieser Saison deutlich höher als zuletzt.

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Angesichts der Verpflichtungen von Filip Kostic (VfB Stuttgart/14 Millionen Euro), Alen Halilovic (FC Barcelona/5), Bobby Wood (Union Berlin/3,5) und Douglas Santos (Atlético Mineiro(7,5) liebäugelte Investor Klaus-Michael Kühne vor Saisonbeginn öffentlich mit dem Europacup und setzte den Coach der Hanseaten unter Druck.

Doch wie in fünf der letzten sechs Spielzeiten gewann der HSV nun erneut keines der ersten drei Saisonspiele.

Labbadia enttäuscht vom Start

"So einen Start haben wir uns nicht vorgestellt", äußerte Labbadia am Sonntag: "Wir beißen uns in den Hintern".

Vor allem aufgrund der fehlenden Konzentration in der zweiten Spielhälfte - wie schon bei der enorm ärgerlichen 1:3-Niederlage in der Vorwoche in Leverkusen.

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Bis zum 0:1 durch einen Foulelfmeter von Emil Forsberg (66.) waren die Rothosen gut im Spiel, agierten danach aber völlig kopflos.

Die weiteren Treffer von Timo Werner (72.,77.) sowie von Davie Selke (90.+2) sorgen schon früh in der Saison für deutlich vernehmbares Rumoren im unruhigen Umfeld der Hansestadt.

HSV-Profis selbstkritisch

Die Profis des HSV zeigten sich nach der Demontage durch den Aufsteiger selbstkritisch.

"Mir tut es für jeden von uns leid, der heute unsere Farben tragen musste", sagte Mittelfeldkämpfer Lewis Holtby bei Sky.

Der Saisonstart mit einem Punkt aus drei Partien sei "einfach nur mies", meinte Kapitän Johan Djourou.

Labbadia, am Samstag noch sichtlich niedergeschlagen, richtete einen Tag später schon wieder den Fokus auf das Duell am Dienstag in Freiburg (ab 20 Uhr LIVE in unserem Sportradio SPORT1.fm und im LIVETICKER): "Ich habe hier schon schwierigere Situationen erlebt und glaube fest, dass wir das hinkriegen."

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