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München - SPORT1-Experte Armin Veh sieht das Projekt RB Leipzig positiv, auch wenn ihn die Zielvorgabe des Aufsteigers stört. Schalke traut er trotz des Fehlstarts eine erfolgreiche Saison zu.

Hallo Fußball-Freunde,

der Osten hat wieder einen Bundesligisten. Dass das wichtig für die Region ist, aber auch für ganz Deutschland, haben wir beim Spiel gegen Borussia Dortmund gesehen. 

Normalerweise kann man mit einem Punkt als Aufsteiger zufrieden sein. Aber Ralph Hasenhüttl war es nicht und wollte gegen eine vermeintlich besser besetzte Mannschaft gewinnen. Genau das tut der Bundesliga gut. 

Die Leipziger sind natürlich kein normaler Aufsteiger. In Anbetracht der Tatsache, dass sie in jeder Spielklasse über ein wesentlich höheres Budget als ihre Konkurrenz verfügten, war es kein Hexenwerk, in die Bundesliga zu gelangen.

Aber auch sie begannen in der fünften Liga und gingen einen langen, keineswegs einfachen Weg. 

Man muss es auch erst einmal schaffen, Jahr für Jahr zu wachsen und seine Infrastruktur zu verbessern. RB Leipzig ist ein langfristig angelegtes Projekt. Ralf Rangnick hat mit seiner fast 20-jährigen Erfahrung im Profibereich einen entscheidenden Anteil an dem Wachstum des Vereins. Das ist eine Kunst, das muss man können.

Was mir allerdings nicht gefällt, ist, dass man als Ziel den Klassenerhalt ausruft. Das ist mir zu wenig, das ist Understatement pur. Das können andere Vereine machen, Traditionsvereine wie Werder Bremen oder Eintracht Frankfurt, aber nicht RB Leipzig. Wer so viel investiert, muss auch dazu stehen.

Denn: Die Philosophie, ein Team mit jungen und qualitativ hochwertigen Spielern aufzubauen, können sich nur wenige leisten.

Der FC Schalke 04 verfolgt mit seinem neuen Sportvorstand Christian Heidel einen ähnlichen Plan. Bisher stimmen die Ergebnisse noch nicht. Gegen den FC Bayern hätte man wirklich die Möglichkeit gehabt, zu gewinnen. Das wird in ein paar Wochen viel, viel schwieriger.

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Trotzdem bin ich davon überzeugt, dass die zwei Niederlagen zum Auftakt Schalke nicht aus der Bahn werfen. Heidel hat eine Mannschaft mit Qualität zusammengestellt, sie muss sie jetzt nur noch unter Beweis stellen.

Wichtig ist, ruhig zu bleiben. Ich bin mir sicher, dass unter Heidel keine Hektik aufkommen wird.

Bis demnächst,
Euer Armin Veh

Armin Veh kann auf eine erfolgreiche Laufbahn als Trainer zurückblicken. Mit dem VfB Stuttgart gewann er 2007 die deutsche Meisterschaft. Mit Eintracht Frankfurt stieg er in der Saison 2012/13 in die Bundesliga auf und qualifizierte sich anschließend für die UEFA Europa League. Seit dieser Saison begleitet Veh als Experte den Volkswagen Doppelpass auf SPORT1.

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