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München - Der Dortmunder gibt sein Startelf-Debüt gegen RB Leipzig. Danach stellt er sich den kritischen Fragen um seine Leistungen - und versprüht ungewohnte Angriffslust.

Seine Augen blitzten. Mario Götze hatte gerade sein erstes Spiel von Beginn an seit seiner Rückkehr zu Borussia Dortmund gemacht, als er zum Interview nach dem Spiel antrat.

"Man hat heute gesehen, dass ich endlich wieder spielen wollte", sagte der Rückkehrer offensiv bei Sky. Und das hat man tatsächlich gesehen. Vor allem in der ersten Hälfte zeigte Götze eine gute Leistung gegen RB Leipzig (0:1), holte zwei Freistöße in aussichtsreicher Position heraus.

Der Volkswagen Doppelpass mit Leipzigs Trainer Ralph Hasenhüttl am Sonntag ab 11 Uhr LIVE im TV auf SPORT1

In der zweiten Halbzeit wurde er genauso fahrig wie das Dortmunder Angriffsspiel. Nach 71 Minuten war ein solides Saison-Debüt für den BVB vorbei. Insgesamt gewann er starke 10 seiner 16 Zweikämpfe, brachte 64 Prozent seiner Pässe zum Mitspieler. Lediglich 37 Ballkontakte zeigen aber: Meist rieb er sich fernab des Geschehens auf.

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Götze wehrt sich gegen Nörgler

Von Mario Götze wird eben seit jeher mehr erwartet als solide. Kritiker messen ihn an längst vergangenen Taten, die mittlerweile so weit entfernt sind wie Dortmund vom Maracana, in dem er 2014 das Siegtor im WM-Finale schoss. 

© iM Football

An diese Nörgler richtete Götze sich in seiner gewohnt mediengeschulten Art, aber nicht ohne etwas Trotz durchblicken zu lassen. "So viele Leute mischen sich ein, kritisieren, sagen etwas zu meiner Person, mittlerweile ist mir das egal. Ich versuche das auszublenden", sagte der 24-Jährige.

Bloß nicht noch mehr Angriffsfläche

Ein verbaler Ausbruch war das zwar nicht, aber für den oftmals gleichgültig wirkenden Götze schon so etwas wie eine Ansage Der viel Kritisierte ist zunehmend darum bemüht, nicht noch mehr Angriffsfläche zu bieten.

Der Mittelfeldspieler schaltet aber nicht bei allen Kritikern in den Trotz-Modus. "Wichtig ist, dass die Leute, die hinter mir stehen, wie der Trainer, mich kritisieren. Und da bin ich der letzte, der diese Kritik nicht annimmt. Ich glaube, das ist eine große Stärke von mir", sagte Götze. Sein Trainer Thomas Tuchel stärkte dem Rückkehrer in den vergangenen Tagen wiederholt in der Öffentlichkeit den Rücken.

Nur ein Lachen für Lehmann-Kritik

Auf seine eigene Leistung wollte er nicht differenziert eingehen, er kommentierte die 0:1-Niederlage eher allgemein. "Heute gibt es nichts zu lachen, wir wollten drei Punkte holen. Das haben wir nicht geschafft und deswegen kann ich nicht zufrieden sein."

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Einmal lachte er aber doch und dabei funkelten die Augen besonders angriffsbereit. Das Thema: die Kritik des TV-Experten Jens Lehmann. Der hatte bemängelt, dass Götze auf dem Platz "nichts macht". Götze setzte voll auf Selbstschutz. "Dazu brauche ich nichts sagen", verkündete Götze und verabschiedete sich mit einem Lachen. 

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