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Nach der Krebsdiagnose im Mai macht Marco Russ große Fortschritte und will schon bald wieder ein Thema bei Eintracht Frankfurt sein. Dennoch plant er Rückschlage ein.

Die Leidenszeit des Innenverteidigers Marco Russ vom Bundesligisten Eintracht Frankfurt neigt sich dem Ende zu.

Der im vergangenen Mai an Hodenkrebs erkrankte Fußballprofi macht große gesundheitliche Fortschritte und peilt für Beginn des kommenden Jahres seine Rückkehr ins Fußballgeschäft an. "Das grobe Ziel ist, mit der Mannschaft im Winter ins Trainingslager zu fliegen", sagte der 31-Jährige im Interview mit der Welt am Sonntag.

"Ich hoffe, dass ich in der Rückrunde wieder so weit hergestellt bin, dass ich eine Option für unseren Trainer und die Eintracht sein kann", ergänzte Russ, der am 19. Mai einen Tag nach der Bekanntgabe der Krebsdiagnose in der Relegation gegen den 1. FC Nürnberg sein letztes Pflichtspiel bestritten hatte.

Mitte Oktober hat der gebürtigen Hanauer seine Abschlussuntersuchung, danach peilt er mit den Fitnesstrainern der Eintracht sein individuelles Aufbautraining an.

Zurzeit macht Russ trotz überstandener Chemotherapie noch kleine Fortschritte. "Ich kann wieder ein bisschen joggen. Ich mache Yoga, spiele Tennis", sagte Russ, relativierte aber gleich: "Alles ganz entspannt. Das wird seine Zeit brauchen, und es wird auch Rückschläge geben."

Besonders freut sich Russ über die Verlängerung seines Vertrags bis 2019, die die Frankfurter vor Kurzem bekannt gegeben hatten. "Es ist eine tolle Geste des Vereins. Unser ehemaliger Vorstandschef Heribert Bruchhagen, Sportdirektor Bruno Hübner, Trainer Niko Kovac und Fredi Bobic haben mir immer ein gutes Gefühl gegeben. Ich bin wirklich sehr glücklich, die Eintracht hinter mir zu wissen", sagte er.

Zu möglichen Comeback-Plänen ergänzte Russ: "Ich habe nach der Diagnose und während der Behandlung nie ans Aufhören gedacht. Ich freue mich auf den Tag, an dem ich wieder auf dem Platz stehen und spielen kann."

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