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München - Der Ex-Keeper meint, dass ein sofortiger Einstieg beim FC Bayern nach dem Karriereende ein großer Fehler wäre. Mario Götze müsse seine Identifikation finden.

Oliver Kahn hat Philipp Lahm davor gewarnt, sofort nach seinem Karriereende 2018 einen Job beim FC Bayern anzunehmen.

"Ich kann keinem empfehlen, nach dem Karriereende sofort in eine verantwortliche Position im Fußball zu wechseln. Erst durch den nötigen Abstand bekomme ich einen klaren Blick auf das, was ich nach der aktiven Zeit wirklich möchte", sagte der frühere Welttorhüter dem kicker.

"Fort- und Weiterbildung sind in einem immer komplexer werdenden Sportbusiness wichtige Voraussetzungen. Sonst ist das Risiko zu scheitern hoch."

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Angebot von Schalke

Kahn selbst hatte direkt nach seinem Karriereende ein Angebot von Schalke 04 als Sportdirektor vorliegen. Er "spürte aber, dass mir damals noch bestimmte Fähigkeiten fehlten. Also habe ich abgesagt."

Der FC Bayern möchte Lahm nach seinem Abschied vom Fußballplatz gern in eine Führungsposition geben, das Amt des Sportvorstands wurde immer wieder genannt. Der 32-Jährige selbst zeigte auch Interesse am Job.

Kahn traut Bayerns Verfolger Borussia Dortmund derweil zu, den FCB im Kampf um die Meisterschaft unter Druck zu setzen: "Gelingt es dem BVB, das Top-Niveau über die gesamte Saison zu halten und größere Tiefs zu vermeiden, können sie für die Bayern unbequem werden."

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"Götze auf dem Weg der Identitätsfindung"

Ein wichtiger Baustein für diesen Erfolg sei Mario Götze. Bei der Bewertung der Leistung des Rückkehrers müssten künftig jedoch andere Kriterien angelegt werden. "Die unbekümmerte Spielweise Götzes während seiner Zeit unter Klopp werden wir nicht mehr erleben. Götze ist auf dem Weg der Identitätsfindung, auf der Suche nach seiner optimalen Position."

BVB-Coach Tuchel habe die Intelligenz, für den 24-Jährigen die richtige Position zu finden. Diese sei im zentralen offensiven Mittelfeld, findet Kahn.

"Mit seiner Fähigkeit, in engsten Räumen mit höchstem Tempo den Ball zu behaupten, kann er seine Mitspieler in Szene setzen oder selbst den Abschluss suchen, zudem auf dieser Position mit seiner feinen Technik und Spielintelligenz das Aufbauspiel unterstützen", schwärmte Kahn.

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