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Werder Bremen zieht die Reißleine und trennt sich von Trainer Viktor Skripnik. Auch für Werder-Legende Torsten Frings geht es an der Weser nicht weiter.

Viktor Skripnik ist nicht mehr Trainer des  SV Werder Bremen . Auch die Co-Trainer Florian Kohfeldt und Torsten Frings mussten gehen. Das teilte der Klub am Sonntag mit. 

Die Entlassung Skripniks geschah auf kuriose Art und Weise. Nach SPORT1-Informationen wurde dem Coach die Beurlaubung im Bus auf der Heimfahrt aus Mönchengladbach mitgeteilt. 

Skripnik im Bus entlassen © iM Football

Nach Ankunft des Mannschaftsbusses am Weser-Stadion verabschiedete sich Skripnik dann vom Team.

"Natürlich war er enttäuscht. Er ist mit vollem Herzen Werderaner, er ist seit 20 Jahren hier. Er hat die letzten zwei Jahre hier eine sehr intensive Zeit gehabt. Eine sehr schwierige Zeit, in der er letztlich den Klassenerhalt geschafft hat", berichtete Werder-Geschäftsführer Frank Baumann am Sonntagmorgen von Skripniks Reaktion auf die Entlassung.

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"Es war ein vernünftiges Gespräch und dann auch ein vernünftiges Auseinandergehen. Er ist auch davon überzeugt, dass die Mannschaft das Potential hat, erfolgreichen Fußball zu spielen", fügte er hinzu.

Nouri übernimmt zunächst

Der Tabellenletzte hatte am Samstag 1:4 bei Borussia Mönchengladbach verloren und die vierte Pflichtspielpleite in Serie hinnehmen müssen.

Alexander Nouri wird zunächst als Interimstrainer übernehmen. Der bisherige U23-Trainer soll am Montag um 12.30 Uhr im Rahmen der Pressekonferenz vor dem Spiel gegen den FSV Mainz 05 vorgestellt werden. 

"Wir haben uns zu diesem Schritt entschlossen, weil uns nach der Leistung in Gladbach die Überzeugung fehlte, dass es in der bestehenden Konstellation möglich ist, zeitnah eine Wende zum Positiven herbeizuführen. Wir möchten uns bei Viktor und seinen Co-Trainern für die Arbeit in den vergangenen Jahren bedanken", sagte Geschäftsführer Sport, Frank Baumann.

Drei Bundesliga-Pleiten und Pokal-Aus

Skripnik hatte das Traineramt im Oktober 2014 übernommen und rettete die Norddeutschen in der Vorsaison vor dem Abstieg.

Nach drei Bundesliga-Niederlagen zum Auftakt und dem Aus im DFB-Pokal gegen Drittligist Lotte nahm die Kritik an Skripnik aber immer mehr zu.

Bei der Niederlage in Mönchengladbach wirkte das Team hilflos und überfordert. Skripnik selbst betonte hinterher dennoch, nicht zurücktreten zu wollen.

Doch die Verantwortlichen zogen die Reißleine.

Das Regenerationstraining am Sonntagmorgen leiteten Axel Dörrfuß, Leiter Athletik und Performance, und Athletiktrainer Günther Stoxreiter. 

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