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Vedad Ibisevic wurde in der Nacht auf Samstag Vater einer Tochter © Getty Images

Berlin - Bei seinem Debüt als neuer Hamburger Trainer muss Markus Gisdol eine Niederlage bei Hertha BSC einstecken. Vedad Ibisevic macht sich das perfekte Geschenk.

Neuer Trainer, alte Probleme - und der frischgebackene Vater Vedad Ibisevic als Spielverderber:

Der Hamburger SV hat trotz einiger guter Ansätze auch bei der Premiere von Markus Gisdol seine Pleitenserie nicht beenden können. Die wieder einmal abschlussschwachen Norddeutschen unterlagen bei Hertha BSC 0:2 (0:1) und verloren damit das fünfte Spiel in Serie. Noch nie ist der HSV schlechter in eine Bundesligasaison gestartet.

Alle Tore der Bundesliga am Sonntag um 9.15 Uhr in Bundesliga Pur im TV auf SPORT1

Gisdol setzt auf Doppelspitze

Die effektiven Berliner bleiben vor allem dank Ibisevic weiter in der Spitzengruppe der Liga. Dem Team von Trainer Pal Dardai gelang bereits der vierte Sieg, lediglich vor 46 Jahren war der Hauptstadtklub zu diesem Zeitpunkt besser. Ibisevic, der kurz vor dem Spiel Vater von Tochter Dina geworden war, traf doppelt (29./70., Foulelfmeter). (Das Spiel zum Nachlesen im Ticker)

Mit nun 97 Bundesligatoren überholte der Stürmer zudem Sergej Barbarez (95) und ist nun bester bosnischer Torjäger der Geschichte.

"Ich kann keine sofortigen Ergebnisse versprechen", hatte Gisdol bei seiner Vorstellung erklärt. Die Hoffnungen der HSV-Fans, endlich den erhofften attraktiven und erfolgreichen Fußball zu sehen, erfüllte sich zunächst aber zumindest in Ansätzen.

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Vor 57.656 Zuschauern im Berliner Olympiastadion änderte Gisdol die Startformation auf drei Positionen. Neben Cleber und Filip Kostic rückte der ehemalige Berliner Pierre-Michel Lasogga in den Sturm und bildete mit Neuzugang Bobby Wood die Doppelspitze. (Statistiken zum Spiel)

Lasogga scheitert an Latte

Und der Trainerwechsel schien die Hamburger zu motivieren. Häufig störten die Gäste die Berliner bereits im Spielaufbau, Gisdol klatschte bei jeder gelungenen Aktion an der Seitenlinie stehend Beifall. Dennoch zeigte sich in der ersten Hälfte wieder einmal das alte Problem: die mangelhafte Chancenauswertung.

Vedad Ibisevic traf erneut gegen seinen Lieblingsgegner © iM Football

Nicolai Müller köpfte zunächst freistehend über das Tor (11.), anschließend vergab Kostic mit einem Schuss ebenfalls aus guter Position (12.) - beide Male hatte Lasogga die Vorlage gegeben.

Und auch selbst traf der ehemalige Herthaner nicht: Seinen Freistoß lenkte Rune Jarstein an die Latte (37.). (Spielplan der Bundesliga)

Die Berliner zeigten sich dagegen wie gewohnt effektiv. Zwar trafen sowohl Mitchell Weiser (15.) als auch Genki Haraguchi (17.) zunächst nur Latte und Pfosten. Dann machte es Ibisevic besser: Der Bosnier schaltete nach einem abgefälschten Ball im Strafraum am schnellsten und ließ Rene Adler keine Chance. 

Ibisevic verpasst Hattrick

Nach der Pause blieben die Hamburger aggressiv und drängten auf den Ausgleich. In der 60. Minute dann auch mit Alen Halilovic. Das Toptalent war zuletzt unter Labbadia kaum zu Spielminuten gekommen. (Tabelle der Bundesliga)

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Das Tor erzielten aber wieder die Herthaner. Ekdal foulte Valentin Stocker - Ibisevic traf erneut. Und vergab anschließend freistehend sogar die Chance zu seinem dritten Tor.

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