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Mönchengladbach - Borussia Mönchengladbach hat das Treffen und Siegen verlernt. Gegen Frankfurt kommen die Gladbacher nicht über ein Remis hinaus - von Krise wollen sie aber nichts wissen.

Oscar Wendt hatte den erlösenden Treffer auf dem Fuß, doch ein Reflex von Lukas Hradecky und die Latte standen einem Tor von Borussia Mönchengladbach im Weg.

"Hätten wir den Lucky Punch gemacht, wäre alles super", trauerte Christoph Kramer der verpassten Chance bei Sky hinterher.

Beim 0:0 gegen Eintracht Frankfurt blieb die Mannschaft von Andre Schubert in der Bundesliga zum vierten Mal in Folge sieg- und torlos und droht mit nur zwölf Punkten den Anschluss an die internationalen Plätze zu verlieren. (Tabelle der Bundesliga

Schubert: Können nicht ständig Feuerwerk liefern

"Wir müssen zufrieden sein damit, auch wenn das viele nicht verstehen können, die immer ein Feuerwerk sehen wollen. Das können wir aber nicht ständig liefern", sagte Schubert. "Nach vorne fehlen uns einfach ein paar Jungs."

Einmal mehr musste der Coach ohne sein Offensiv-Trio Thorgan Hazard, Ibrahima Traore und Raffael auskommen. Vor allem der Brasilianer, der nach überstandenem Muskelfaserriss zumindest kurz vor der Rückkehr in den Kader steht, wurde schmerzlich vermisst. "Wir müssen nicht darüber reden, dass Raffael gegen so einen gut organisierten Gegner natürlich fehlt", sagte Kramer. (Das Spiel zum Nachlesen im Ticker)

Den Schwung durch den Achtelfinal-Einzug im DFB-Pokal unter der Woche nutzte im ersten Durchgang kein Team. Die Frankfurter, die ohne den angeschlagenen Alexander Meier antraten, setzten mit ihrer Fünferkette auf eine stabile Defensive. Das Spiel der Gladbacher war zunächst zu unpräzise und langsam, um die Abwehr der Hessen in Verlegenheit zu bringen. (Spielplan und Ergebnisse der Bundesliga)

© SPORT1

Eberl: "Waren müde und nicht so frisch"

"Man hat gemerkt, dass wir müde und nicht so frisch waren", sagte Sportdirektor Max Eberl, der von einer Krise allerdings nichts wissen wollte: "Wir haben eine Phase, die schwer und mühsam ist. Wir haben zwölf Punkte, das ist absolut nicht das, was wir uns vorstellen. Aber es ist in der Situation nicht völlig überraschend. Wir müssen uns wehren und in Zukunft unsere Punkte holen."

Auch Kramer gab sich kämpferisch: "Wir dürfen das Thema Müdigkeit nicht zu groß machen. Alle reden davon und jetzt ist es schon in unseren Köpfen angekommen. Wir werden dafür bezahlt, dass wir alles geben und das müssen wir auch machen."

Mit zunehmender Dauer übernahmen die Gäste sogar die Spielkontrolle.

Ex-Gladbacher Hrgota trifft Außennetz

Niko Kovac, der bei seinem Debüt auf der Frankfurter Bank im März in Gladbach 0:3 verloren hatte, sah dann in der 25. Minute die erste gute Gelegenheit seines Teams. Doch der Ex-Gladbacher Branimir Hrgota traf nach schöner Vorarbeit von Mijat Gacinovic nur das Außennetz. (Tabelle der Bundesliga)  

Nach dem Wechsel wurde das Spiel der Borussia nur ansatzweise etwas zielstrebiger, daher bot sich den Gästen erneut die erste Chance. Der Schweizer Nationaltorhüter Yann Sommer tauchte beim Schuss von Omar Macarell aber rechtzeitig ab (54.). (Die Statistik zum Spiel)

Frankfurt stellte die Räume weiter geschickt zu, Gladbach hatte im Spiel nach vorne wenig Kreatives zu bieten. Von Stindl, Mahmoud Dahoud, Fabian Johnson und André Hahn war lange Zeit wenig zu sehen. Für die gefährlichste Szene der Gastgeber bis zur 70. Minute sorgte daher Mascarell, der fast ins eigene Netz traf (69.). 

"Meine Mannschaft hat sehr diszipliniert und mutig gespielt. Den Punkt hat sich meine Mannschaft redlich verdient. Gladbach hatte eine gute Chance, aber wir hatten auch zwei. Ich bin sehr zufrieden", so Nico Kovac.

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