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Die TSG Hoffenheim ist auch nach dem 7. Bundesliga-Spieltag weiter ungeschlagen © Getty Images

Sinsheim - Die TSG bezwingt Freiburg knapp, bleibt ungeschlagen und schließt nach Punkten zum BVB auf. Für den Sport-Club bleiben fremde Stadien ein schlechtes Pflaster.

Die TSG Hoffenheim bleibt in der laufenden Saison ungeschlagen: Die Kraichgauer setzten sich am 7. Spieltag der Bundesliga 2:1 (1:0) im badischen Duell gegen Aufsteiger SC Freiburg durch.

Sandro Wagner (34.) und Andrej Kramaric (81.) per Foulelfmeter trafen für Hoffenheim. Die auswärtsschwachen Freiburger, für die Florian Niederlechner erfolgreich war (78.), warten seit Februar 2015 auf einen Erstliga-Sieg im gegnerischen Stadion (Die Tabelle der Bundesliga).

Die Highlights des Spieltags am Sonntag, ab 9.15 Uhr in Bundesliga Pur im TV auf SPORT1

Vor dem Derby waren die Giftpfeile in beide Richtungen geflogen. Hoffenheims Sportchef Alexander Rosen hatte die Emotionalität von SC-Trainer Christian Streich an der Seitenlinie als grenzwertig bezeichnet. Streich wies diesen Vorwurf zurück und sprach vom Versuch, eine Kampagne gegen ihn zu starten. (Ergebnisse und Spielplan)

Langeweile in der Anfangsphase

Vor 28.540 Zuschauern in der Rhein-Neckar-Arena hielt sich die Brisanz auf dem Platz zu Beginn in Grenzen. Die Partie riss in der Anfangsphase niemanden vom Hocker. Auf beiden Seiten ging in der Offensive wenig bis nichts. Das Spiel war ein Langweiler.

Erst in der 20. Minute verbreitete der Hoffenheimer Kapitän Sebastian Rudy per Freistoß ein wenig Torgefahr. Kurz darauf segelte ein Kopfball von Wagner (22.) über das Tor der Freiburger, die ohne Amir Abrashi, Marc-Oliver Kempf, Manuel Gulde, Lukas Kübler und Havard Nielsen auskommen mussten. Auf der Gegenseite verpasste Maximilian Philipp eine Flanke knapp (25.). Hochkarätige Möglichkeiten waren das allerdings allesamt nicht. (Das Spiel im TICKER zum Nachlesen)

Während die Freiburger mit dem torlosen Zwischenstand nach einer halben Stunde zufrieden sein konnten, enttäuschten die Gastgeber bis dahin. Trainer Julian Nagelsmann, der auf Pirmin Schwegler und Mark Uth verzichten musste, war sichtbar unzufrieden. Daran änderte auch die Chance von Lukas Rupp (33.) nichts.

Söyüncü wird zum tragischen Helden

Wenige Sekunden später bekamen die Hoffenheimer Schützenhilfe von den Gästen. Einen katastrophalen Fehlpass des Freiburger Verteidigers Caglar Söyüncü nutzte Wagner zu seinem dritten Saisontor. Freiburg reagierte auf den Rückstand und zeigte mehr Mut zur Offensive. Philipp scheiterte aber an TSG-Torwart Oliver Baumann, der einst beim SC zwischen den Pfosten stand (39.).

Nach dem Seitenwechsel drängten die Gastgeber auf die Vorentscheidung, Kerem Demirbay und Wagner konnten zwei Chancen in der 50. Minute aber nicht nutzen. Kurz darauf forderten die Hoffenheimer nach einem Zweikampf zwischen SC-Verteidiger Nicolas Höfler und Kramaric einen Foulelfmeter (53.). Die Pfeife von Schiedsrichter Deniz Aytekin blieb aber wohl zu Recht stumm.

Im Anschluss passierte lange Zeit nicht mehr viel. Hoffenheim hatte das Geschehen weitgehend im Griff. Erst in der letzten Viertelstunde wurde das Spiel zum Aufreger: Zunächst traf Niederlechner nach Vorarbeit von Söyüncü, dann machte sich der Türke endgültig zur tragischen Figur. Söyüncü foulte Rudy, Kramaric traf vom Punkt zum Hoffenheimer Sieg.

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