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VfL Wolfsburg v Bayer 04 Leverkusen - Bundesliga
Torschütze Maximilian Arnold (l., gegen Lars Bender, r., und Charles Araguiz) stammt aus der Jugend des VfL Wolfsburg © Getty Images

Wolfsburg - Nach der "Spinner-Affäre" sieht Bayer Leverkusens Trainer Roger Schmidt einen Sieg seines Teams beim VfL Wolfsburg. Wölfe-Geschäftsführer Klaus Allofs ist stocksauer.

Der VfL Wolfsburg versinkt immer tiefer in der Krise. Die Mannschaft von Interimstrainer Valerien Ismael verdaddelte am neunten Spieltag im Werksduell gegen Bayer Leverkusen den schon sicher geglaubten Sieg und wartet jetzt schon seit acht Bundesliga-Partien auf einen Dreier. (Die Tabelle der Bundesliga) 

VfL-Geschäftsführer war hinterher bedient und meinte bei Sky: "Wir funktionieren als Mannschaft nicht."

Tin Jedvaj ist der "Man of the Match" © iM Football

Dabei hatte Maximilian Arnold (37.) die Wölfe zunächst in Führung gebracht, Admir Mehmedi (79.) und Tin Jedvaj (83.) drehten die Partie nach einer Leistungssteigerung in der zweiten Hälfte aber noch und sicherten den 2:1 (0:1)-Sieg von Bayer. Der zuletzt in die Kritik geratene Trainer Roger Schmidt verschaffte sich damit wieder etwas Ruhe zum Arbeiten. (Das Spiel zum Nachlesen im Ticker)   

Schmidt nach "Spinner-Affäre" hinter Glas

Schmidt verfolgte die Partie nach der "Spinner-Affäre" hinter Glas in der VIP-Loge. Den Zugang in den Innenraum hatten ihm Ordner des VfL Wolfsburg verweigert.

Seinem Team gelang dennoch vier Tage nach dem peinlichen Pokal-Aus ein Stück weit Wiedergutmachung. Mit nun 13 Punkten kletterten die Rheinländer in der Tabelle nach oben und konnten vor der so wichtigen Champions-League-Partie bei Tottenham Hotspur etwas Selbstvertrauen tanken.

Ismael sammelte hingegen kaum Argumente auf eine dauerhafte Beförderung zum Nachfolger von Dieter Hecking in Wolfsburg. Der selbsternannte Europapokal-Anwärter steckt ganz tief im Tabellenkeller fest. (Spielplan und Ergebnisse der Bundesliga)   

Vor nur 26.398 Zuschauern war beiden Teams die Verunsicherung nach zuletzt schwachen Vorstellungen doch recht deutlich anzumerken. Zudem mussten beide Seiten einige Ausfälle verkraften.

Ismael fehlen acht Profis

Ismael konnte im Vergleich zum Pokal-Erfolg zwar wieder auf Julian Draxler zurückgreifen, ihm fehlten aber gleich acht Profis wegen Verletzungen oder Sperren. Zudem verloren die Niedersachsen gleich in der Anfangsphase auch noch Innenverteidiger Robin Knoche - und so kam der unerfahrene Hendrik Hansen zu seinem ersten Bundesligaspiel. (Die Statistiken zum Spiel)

Auf der anderen Seite tauschte Schmidt nach der Pokal-Pleite kräftig durch und brachte gleich sieben Neue - unter anderem kehrten Kapitän Lars Bender und Nationalspieler Julian Brandt zurück. Dafür fehlten aber die Top-Innenverteidiger Ömer Toprak (Zerrung) und Jonathan Tah (Muskelprobleme).    

Und so hielt sich das Niveau auf dem Rasen dann zunächst auch eher in Grenzen, Torchancen entstanden eher durch Einzelaktionen. So versuchte es Wendell (19.) für Bayer aus der Distanz, der Schuss des Brasilianers ging aber nur an den Pfosten.

Gomez mit nur einer Möglichkeit

Für die Wölfe vergab Mario Gomez (28.) eine gute Möglichkeit, nachdem der Angreifer schon Bayer-Keeper Bernd Leno umkurvt hatte, dann aber nur das Außennetz traf.    

Die erste zielstrebige Kombination des Tages nutzte Arnold dann gleich eiskalt zur Wölfe-Führung. Der U21-Nationalspieler wurde von Daniel Caligiuri mustergültig bedient und musste frei vor dem Tor aus kurzer Distanz nur noch einschieben.    

Leverkusen versuchte mit zunehmender Spieldauer dann noch einmal das Tempo und den Druck zu erhöhen, Brandt (62.) hatte auch eine Möglichkeit - doch die Hausherren wehrten sich mit Leidenschaft und lauerten zudem stets auf Konter. Und so sahen die Zuschauer keine hochklassige, aber intensiv umkämpfte Partie.    

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