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Mönchengladbach - Borussia Mönchengladbach vergibt in Überzahl zwei Elfmeter und zahlreiche Chancen gegen den Hamburger SV. Fohlen-Trainer Andre Schubert ist vollkommen bedient.

Zwei Elfmeter überstanden und eine lange Unterzahl verkraftet: Dank Torhüter Rene Adler und ein wenig Glück hat sich der Hamburger SV ein 0:0 bei der heimstarken Borussia aus Mönchengladbach erkämpft.(Das Spiel im TICKER zum Nachlesen)

Gladbach-Coach Andre Schubert zeigte sich nach der Partie enttäuscht: "Ich sehe den Punkt für den HSV nicht als verdient an. Das war ein Spiel, das man so nur einmal in zehn Jahren hat. Wir haben das Spiel von Anfang an klar dominiert, haben versucht Lücken zu finden. Irgendwann wurden die Lücken größer. Torchancen waren reichlich da, aber wir haben sie nicht genutzt. Das war der Knackpunkt."

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"Trotz des Ergebnisses von 0:0 war das ein Spiel, in dem viel drin war. Für uns war es natürlich schwer, speziell nach der Roten Karte. Gladbach ist zu Hause eine Macht, das war uns bewusst. Wir haben 90 Minuten lang die Disziplin gehalten. Daher ist der Punkt nicht unverdient", bewertete Markus Gisdol die Leistung seines HSVs.

Der starke Adler hielt in der 26. Minute einen Strafstoß von André Hahn, zuvor hatte HSV-Verteidiger Cleber nach einer Notbremse die Rote Karte gesehen (25.). Nach der Pause traf Lars Stindl vom Punkt nur die Latte (61.), Oscar Wendt in der 90. Minute den Pfosten.

HSV früh in Unterzahl

Mit nur zehn Mann retteten die Rothosen nach zuvor fünf Niederlagen das Remis, warten allerdings seit nun 482 Minuten auf einen eigenen Treffer. Immerhin: Mit dem ersten Punktgewinn unter dem neuen Trainer Markus Gisdol verließen die noch immer sieglosen Norddeutschen den letzten Tabellenplatz.(Die Tabelle der Bundesliga)

Die offensiv enttäuschenden Gladbacher mussten sich dagegen nach zehn Heimsiegen in Folge wieder mit einem Zähler begnügen und blieben auch im dritten Pflichtspiel seit der Vertragsverlängerung mit Trainer André Schubert ohne Sieg. Ändern soll sich das im wichtigen Champions-League Spiel bei Celtic Glasgow am Mittwoch.

Besonders nach dem frühen Platzverweis war die Borussia, die nach dem 0:4 auf Schalke zum zweiten Mal in Folge auf ein Liga-Schlusslicht traf, deutlich feldüberlegen. Hamburg hielt allerdings mit Mut und Leidenschaft dagegen und hatte nach der Pause sogar durchaus Chancen auf eine Überraschung.

Zähe Anfangsphase

"Gladbach wehtun" wollte der HSV, so hatte es Gisdol vor Anpfiff angekündigt. Vor 53.636 Zuschauern war davon zunächst aber nicht viel zu sehen. Die Hamburger spielten abwartend und vorsichtig, waren vor allem um Fehlervermeidung bemüht, boten den Hausherren so aber auch kaum Platz. Die Folge war lange Zeit ein Spiel ohne echte Höhepunkte.

Gladbach hatte zwar deutlich mehr Ballbesitz, das Fehlen von Torjäger Thorgan Hazard und vor allem Kreativspieler Raffael machte sich jedoch deutlich bemerkbar. Beim HSV hing Pierre-Michel Lasogga, der im neuen 4-2-3-1 die alleinige Spitze bildete, in der Luft.

Gladbach vergibt zwei Elfmeter

Nach dem Platzverweis gegen Cleber, der nach einer Notbremse gegen Stindl vom Feld musste, wurde die Überlegenheit der Borussia immer drückender. Zwar hielt Adler den fälligen Strafstoß glänzend, doch der HSV zog sich nun immer weiter zurück. Immerhin stand die Abwehr sicher und kompakt, die VfL-Offensive biss sich die Zähne aus.(Ergebnisse und Spielplan)

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Nach dem Seitenwechsel bestimmte die Borussia zwar weiterhin das Geschehen, fand aber keine Lösungen gegen die gut stehende HSV-Abwehr. Auch das zweite Geschenk nahm der VfL nicht an: Den umstrittenen Elfmeter nach Foul von Douglas Santos an Ibrahima Traoré setzte Stindl mit Wucht an die Latte.

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