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Bayer 04 Leverkusen v TSG 1899 Hoffenheim - Bundesliga
Muss zwei Spiele zuschauen: Bayer-Trainer Roger Schmidt © Getty Images

Das DFB-Sportgericht sperrt Leverkusens Coach Roger Schmidt nach der Beleidigung seines Trainerkollegen Julian Nagelsmann. Schmidt reagiert reumütig auf die Strafe.

Das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) hat Coach Roger Schmidt vom Bayer Leverkusen nach der Beleidigung seines Hoffenheimer Trainerkollegen Julian Nagelsmann für zwei Spiele gesperrt. Außerdem muss er 15.000 Euro Geldstrafe zahlen.

Der 49-Jährige war am Samstag gegen die TSG Hoffenheim (0:3) des Innenraums verwiesen worden, nachdem er Nagelsmann (29) einen "Spinner" genannt hatte.

Der Fall fiel in die Bewährungsfrist nach einem Vergehen Schmidts im Februar.

Schmidt fehlt im DFB-Pokal

Der Bayer-Trainer hatte sich während des Heimspiels gegen Borussia Dortmund (0:1) trotz eines Verweises geweigert, den Innenraum zu verlassen. Das Spiel musste unterbrochen werden.

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Schmidt wurde zu drei Spielen Sperre und zwei weiteren auf Bewährung verurteilt. Der DFB-Kontrollausschuss hatte ein Ermittlungsverfahren gegen Schmidt eingeleitet.

Wie SPORT1 vorab berichtete, traf das DFB-Sportgericht bereits am Montag die Entscheidung. Schmidt fehlt deshalb seiner Mannschaft im DFB-Pokalspiel am Dienstag bei den Sportfreunden Lotte und im Bundesliga-Auswärtsspiel beim VfL Wolfsburg am kommenden Samstag.

Schmidt entschuldigt sich

"Ich respektiere und akzeptiere das Urteil vorbehaltlos und kann die Argumentation des Gerichts aufgrund der Vorgeschichte im Rahmen des Dortmund-Spiels im vergangenen Februar nachvollziehen", sagte Schmidt, der über das Strafmaß hinaus weitere 15.000 Euro an eine soziale Einrichtung spenden wird. 

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Schmidt fuhr fort: "Natürlich habe ich auch dem Verein geschadet. Ich bedauere, die Mannschaft in diese Situation gebracht zu haben. Jetzt geht es darum, die Vorfälle hinter uns zu lassen, sie für die Zukunft auszuschließen und uns auf unsere sportlichen Ziele zu konzentrieren."

Kovac nimmt Schmidt in Schutz

Schon vor dem Urteil hatte Schmidt sich reumütig gezeigt. "Ich habe mich beim Kollegen entschuldigt und zum Vorfall am Samstag alles gesagt", erklärte der Coach von Bayer Leverkusen am Montag.

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Zudem wolle er sich vom großen medialen Echo vor dem Pokalspiel am Dienstagabend bei Drittligist Sportfreunde Lotte nicht ablenken lassen: "Wir müssen das aber morgen alles ausblenden und uns fokussieren. Neben meinem Tribünenverweis haben wir eine sportlich schwierige Situation und da bin ich in der Pflicht."

Derweil nahm Eintracht Frankfurts Coach Niko Kovac Schmidt in Schutz. "Natürlich hat man als Trainer eine Vorbildfunktion. Aber man sollte das jetzt auch nicht zu hoch hängen", sagte er. "Das hat schon eine Hysterie angenommen, das ist nicht gut. Trainer sind auch nur Menschen und keine Maschinen."

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