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Hamburger SV v Eintracht Frankfurt - Bundesliga
Marco Russ will im Januar wieder ins Mannschaftstraining einsteigen © Getty Images

Marco Russ spricht über seinen erfolgreichen Kampf gegen den Krebs - und Rückschläge. Mut machte ihm dabei sein ehemaliger Teamkollege Benjamin Köhler.

Marco Russ hat sich bei seinem erfolgreichen Kampf gegen den Krebs seinen ehemaligen Teamkollegen Benjamin Köhler zum Vorbild genommen.

"Ich habe mir ein Beispiel an Benny Köhler genommen, der noch eine schlimmere Art von Krebs hatte. Da war die Chemo noch einen Tick extremer und er hat es auch geschafft", sagte Russ bei Sky.

Bei dem Defensivspieler von Eintracht Frankfurt wurde im vergangenen Mai Hodenkrebs diagnostiziert. Nach erfolgreicher Chemotherapie gaben ihm die Ärzte vor einer Woche wieder Grünes Licht, mit der Reha beginnen zu können.

Bei Union Berlins Köhler wurde Anfang 2015 ein bösartiger Tumor des Lymphsystems im Bauch diagnostiziert worden. Nach erfolgreicher Therapie feierte Köhler im März dieses Jahres seine Rückkehr auf den Platz.

Russ informiert sich bei Köhler

"Vor der Chemo hatte ich Kontakt mit ihm, um mich ein bisschen über den Ablauf zu informieren", sagte Russ. "Als nach der Chemo die Ergebnisse kamen, dass ich gesund bin, haben wir noch mal geschrieben über den weiteren Verlauf und wie er angefangen hat zu trainieren."

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Russ arbeitet derzeit an seinem Comeback und hofft, im Januar wieder ins Mannschaftstraining einsteigen zu können. "Wir sind froh, dass Marco wieder dabei ist", sagte Trainer Niko Kovac. "Er ist regelmäßig in der Kabine. Er schwitzt und arbeitet, aber es wird noch ein bisschen dauern. Ich hoffe, dass er zum Jahresanfang wieder dabei ist."

Alex Meier wichtiger Ansprechpartner

Der 31-Jährige sprach aber auch über Rückschläge während seiner Behandlung. "Die zweite Chemo war echt hart. Da waren Tage dabei, an denen es mir echt schlecht ging und ich nichts gegessen und nichts getrunken habe", sagte er.

Als wichtige Ansprechpartner nannte Russ neben seiner Familie auch Kapitän Alexander Meier: "Seit ich 18 Jahre alt war, habe ich - bis auf die anderthalb Jahre in Wolfsburg - mit ihm zusammen gespielt. Er hat regelmäßig angerufen und gefragt, wie es mir geht, auch während der Chemo. Wenn man so lange miteinander spielt, schweißt das zusammen."

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