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FBL-GER-BUNDESLIGA-DORTMUND-HERTHA
Mikel Merino (Mitte) machte gegen Hertha BSC ein starkes Debüt © Getty Images

Der Spanier macht gegen Hertha BSC sein erstes Spiel überhaupt in der Bundesliga - und das gleich von Beginn an. Seine Mitspieler geben ihm sofort eine wichtige Aufgabe.

Als der grau melierte Vedad Ibisevic in der 51. Minute das Tor von Valentin Stocker elegant mit der Hacke vorlegte, staunte der 20-jährige Mikel Merino nur noch. Der Spanier gab zwar ein überzeugendes Debüt gegen Hertha BSC, aber mit dem Kunstpass des Berliner Stürmers hatte er offensichtlich nicht gerechnet.

Sonst hätte Merino den späteren Torschützen Stocker nicht die zwei, drei Schritte entwischen lassen, die ihm am Ende fehlten, um den Schweizer auf seinem Weg zum Tor einzuholen. 

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Seinem Trainer Thomas Tuchel gefiel, dass sich der Debütant nach anfänglichen Schwierigkeiten steigerte. "Er hat eine Weile gebraucht. Man hat gemerkt, dass es für ihn ein großer Schritt war. Es war sehr wichtig, dass er sich heute gezeigt hat. Darauf kann er aufbauen", sagte der BVB-Coach. 

Am Ende hatte Merino beim 1:1 (0:0) aber ein souveränes Bundesliga- und Startelfdebüt für den Borussia Dortmund abgeliefert. Der Spanier war der Dortmunder mit den meisten Ballkontakten (150) und gewann starke 59,1 Prozent seiner 22 Zweikämpfe - der drittbeste Wert der Dortmunder Startelf-Spieler und der viertbeste insgesamt.

Merino mit offensiven Ansätzen

Die vielen Ballkontakte zeigen, wie sehr ihm seine Mannschaftskollegen im Spielaufbau vertrauen. Sie suchten ihn häufig als Ballverteiler - und der Spanier lieferte. Er passte bei den vielen Ballbesitzphasen der Dortmunder (68,7 Prozent) nicht nur quer, sondern suchte immer wieder den Weg durchs Zentrum – dorthin unternahm er auch den ein oder anderen Ausflug.

Sein Partner in der Innenverteidigung, Matthias Ginter, sicherte dann defensiv ab. Dass Merino eigentlich im Mittelfeld beheimatet ist, war seinem Spiel deutlich anzumerken. 

Vereinsrekord für BVB

Merino trug mit seinen 20 Jahren auch dazu bei, dass der BVB die drittjüngste Startelf der Bundesliga-Geschichte aufstellte. Mit 22 Jahren und 337 Tagen sicherten die jungen Dortmunder zudem einen Vereinsrekord.

Daten zu Dortmund gegen Hertha
Hertha BSC hat deutlich häufiger gefoult als der BVB © SPORT1/imFootball

Seit 25 Heimspielen sind die Schwarz-Gelben mittlerweile ungeschlagen. Gegen die unbequem spielenden Herthaner reichte es aber nur zum Remis – auch weil die Berliner Experten für Freitagsspiele sind. Die letzen neun hat Hertha BSC nicht mehr verloren (vier Siege, fünf Remis).

Das liegt auch an den cleveren Spielern wie Ibisevic. Der Stürmer war in seinem siebten Bundesliga-Einsatz am achten Tor beteiligt, vielleicht ein kleiner Trost für den Debütanten Mikel Merino. 

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