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Nico-Jan Hoogma leitet seit zehn Jahren die Geschicke von Heracles Almelo © SPORT1-Montage: Philipp Heinemann / Getty Images / Imago

München - Beim Hamburger SV steht Vorstandsboss Beiersdorfer stark unter Druck. Ein Sportchef soll ihn entlasten. Nico-Jan Hoogma gilt als heißer Kandidat dafür. SPORT1 sprach mit ihm.

Zwei Zähler auf dem Konto, Tabellenplatz 18, den Trainer bereits gewechselt - der Hamburger SV hat einen Albtraumstart in die Saison hingelegt. Kein Wunder, dass nun auch Vorstandsboss Dietmar Beiersdorfer in die Kritik geraten ist. Aufsichtsratschef Karl Gernandt zählte Beiersdorfer öffentlich an.

Ein neuer Sportdirektor an seiner Seite soll den Vorstandsvorsitzenden entlasten. Heißester Kandidat ist Nico-Jan Hoogma.

Der langjährige Abwehrchef, mit dem die Hanseaten noch in der Champions League spielten, signalisiert bei SPORT1 seine Bereitschaft für den Job.

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Hoogma offen für Gespräche

"Noch gab es keinen Kontakt mit dem HSV. Aber wenn die Verantwortlichen sich melden, werde ich mir natürlich Gedanken machen", sagte Hoogma. "Man muss sich das anhören, und das würde ich tun. Ich würde immer mit dem HSV reden."

Der 47 Jahre alte Ex-Kapitän der Hamburger (von 1998 bis 2004) ist seit zehn Jahren Sportchef des niederländischen Erstligisten Heracles Almelo, hat sich dort bewährt.

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Hoogma kennt HSV-Strukturen

Was für ihn spricht: Er kennt die Strukturen beim HSV. Daher hat sich der Klub schon früher mit ihm beschäftigt. "Mein Name wurde in der Vergangenheit schon oft genannt, als Peter Knäbel oder Oliver Kreuzer weg waren", sagt Hoogma.

Der Niederländer hält sich auch über den aktuellen sportlichen Stand des Klubs für ausreichend informiert: "Ich habe einige Spiele im Fernsehen gesehen. Den Verein werde ich immer verfolgen."

An mangelnder Identifikation wird es bei Hoogma also nicht scheitern. "Der HSV ist bei mir immer ein großes Thema", sagt Hoogma. "Das ist der Verein, wo ich als Profi meine beste Zeit hatte. Mein Herz wird immer für diesen Klub schlagen."

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Seeler: "Beierdorfer überfordert"

Gut möglich also, dass Hoogma zeitnah von den Rothosen hört. Auch Vereinsidol Uwe Seeler würde sich einen starken Mann neben Beiersdorfer wünschen.  

"Didi ist mit der Doppelfunktion total überfordert", sagte Seeler der Bild. "Er kann es nicht allein. Er braucht Hilfe von einem Sportchef".

An Hoogma, so klingt es, soll das nicht scheitern.

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