vergrößernverkleinern
Oliver Burke und Naby Keita von RB Leipzig feiern
Oliver Burke (l.) erklärt seinen Wechsel zu RB Leipzig © Getty Images

Oliver Burke wechselte im Sommer zur Überraschung vieler nicht zu einem Top-Klub der Premier League - sondern nach Leipzig. Nun erklärt der Jungstar seine Beweggründe.

Oliver Burkes Wechsel zu RB Leipzig am Ende der Sommertransferperiode schlug auf der Insel ein wie eine Bombe.

Die versammelte Premier-League-Prominenz - und auch der FC Bayern - warb um den 19-jährigen Offensivspieler von Nottingham Forest, den Zuschlag bekam für rund 17 Millionen Euro allerdings der Bundesliga-Aufsteiger.

"Der Wechsel hat sicher viele Leute überrascht, aber die Bedingungen dort sind mit die besten der Welt. Es gibt alles, was man braucht. Aber es ist nicht nur das, es ist auch die Liebe. Wenn der Trainer dich wirklich will, ist es das Wichtigste", schwärmt Burke in der Daily Mail von seinem neuen Arbeitgeber.

"Ich wusste gar nicht, wie viel sie für mich bezahlt haben, sondern habe mir einfach nur gedacht: Wow, mach das. Spiele in der Bundesliga!" 

Video

Auch mit der Möglichkeit zu Tottenham zu wechseln, hatte sich Burke vor seinem Wechsel auseinandergesetzt – diese Alternative nach den Gesprächen mit Leipzigs Sportdirektor Ralf Rangnick und Coach Ralph Hasenhüttl dann aber schnell wieder verworfen.

Burke wägt ab

Ein Wechsel zu einem absoluten Top-Klub stand für ihn dagegen wohl zu keiner Zeit zur Debatte.

"Als junger Spieler will ich nicht einfach nur zu einem großen Klub gehen, um mir dann mehrere Fragen stellen zu müssen: Spiele ich dort überhaupt? Kann ich mich dort entwickeln? Oder werden sie mich einfach nur verleihen, was heutzutage bei vielen englischen Klubs üblich ist."

Video

Als mahnendes Beispiel für junge Talente, die früh den Weg zu einem Spitzenklub nehmen, führt Burke den  FC Chelsea an: "Wenn man sich Chelsea ansieht und die Ansammlung an Talenten: Sie werden alle verliehen und werden praktisch nicht gebraucht."

"Du fühlst dich nicht gebraucht"

Und weiter: "Du fühlst dich als Spieler nicht gebraucht, wenn du bei  einem Klub unterschreibst, und nach zwei Trainingseinheiten dort verpflichten sie jemand anderen für deine Position, für die doppelte Ablösesumme."

Insofern gab es für Burke, als das Angebot aus Leipzig kam, letztlich "nichts zu überlegen", auch wenn er bei den ersten Gesprächen mit RB schlucken musste.

So führte ihm Rangnick auf dem Flug nach Deutschland vor Augen, welche Rolle er in Leipzig künftig einnehmen solle, ohne aber die bei einem 19-Jährigen selbstredend noch existierenden Defizite auszusparen. 'Du hast noch einen weiten Weg vor dir. Deine Festplatte, was das defensive Denken anbelangt, ist aber gerade einmal halb voll',  zitiert Burke den RB-Sportdirektor.

Aller Kritik zum Trotz überzeugten Rangnick und Hasenhüttl den Jungstar aber letztlich vom Abenteuer Bundesliga.

"Ich bedaure es nicht, nicht in die Premier League gegangen zu sein", lautet daher das wenig überraschende Fazit des neuen Leipziger Hoffnungsträgers.

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel