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Der VfL Wolfsburg taumelt immer tiefer in die Krise. Geschäftsführer Klaus Allofs vermeidet ein Bekenntnis zu Dieter Hecking. Den VfL-Trainer lassen die Worte kalt.

Für Dieter Hecking wird es eng beim VfL Wolfsburg.

Nach der 0:1 (0:0)-Pleite gegen Aufsteiger RB Leipzig rückte erstmals auch VfL-Geschäftsführer Klaus Allofs von seinem Trainer ab und verweigerte ein klares Bekenntnis zu dem 52-Jährigen.

"Wir müssen uns darüber unterhalten und müssen sehen, ob wir reagieren. Wir müssen im Klub sehen, wie wir da rauskommen. Das kann mit dem Trainer sein, das kann aber auch irgendwann ohne den Trainer sein", sagte Allofs vieldeutig bei Sky nach der nächsten Enttäuschung für die Wölfe.

Allofs will "richtige Entscheidung treffen"

"Was ich sagen kann: Wir haben in der Vergangenheit die Dinge mit wenig Panik besprochen, und hoffentlich werden wir auch hier die richtige Entscheidung treffen", ergänzte Allofs.

Hecking wollte diese Äußerungen aber nicht überbewerten und sagte ganz ruhig: "Ich denke, dass wir wie immer das Spiel sachlich analysieren werden. Ein Klaus Allofs muss nicht jedes Mal ein Plädoyer für den Trainer abgeben. Wir sind im ständigen Austausch."

Er wisse, wie Allofs die Situation bewerte, "mehr gibt es dazu nicht zu sagen, intern ist das gut aufgehoben", fügte Hecking an.

Aufbäumen bleibt aus

Sein Team hatte auch gegen Leipzig über weite Strecken des Spiels enttäuscht. Nach dem Rückstand durch Emil Forsberg (70.) gaben die Wolfsburger nur einen einzigen Torschuss ab - ein echtes Aufbäumen gab es nicht.

"Das war die typische Leistung für eine Mannschaft, die unten drin steht und andere Erwartungen hat. Wir wissen alle, dass unsere Spieler das alle viel besser können", sagte Allofs ernüchtert.

Die Edel-Truppe der Wölfe um die erneut blassen Stars Julian Draxler und Mario Gomez wartet nun schon seit sechs Spielen auf einen Sieg.

Schwächste Bilanz unter Hecking

Nur sechs Punkte nach den ersten sieben Spieltagen ist zudem die schwächste Startbilanz unter Hecking - zum gleichen Zeitpunkt der Vorsaison waren es noch zwölf Zähler. Die bittere Realität lautet Rang 14 - meilenweit entfernt von den eigenen Erwartungen.

"Wir haben einen deutlich höheren Anspruch an uns selbst. Das, was wir in der zweite Halbzeit gespielt haben, war einfach zu wenig", sagte Hecking und richtete den Blick nach vorne: "Wir müssen in Darmstadt die richtigen Schlüsse daraus ziehen."

Ob er dann allerdings noch auf der Trainerbank des VfL sitzt, ist mehr als fraglich.

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