vergrößernverkleinern
Hamburger SV v Werder Bremen - Bundesliga
Im Nordderby zwischen dem Hamburger SV und dem SV Werder Bremen geht es hitzig zur Sache © Getty Images

Hamburg - In einem hitzigen Norderby reicht dem HSV eine zweimalige Führung nicht. Mit der Punkteteilung gegen den SV Werder Bremen stecken die Hamburger weiter im Keller fest.

Kein Befreiungsschlag im spektakulären Nordderby: Der Hamburger SV und der SV Werder Bremen stecken weiter ganz tief in der Krise.

Im Duell der ewigen Rivalen trennten sich die beiden Hanseaten 2:2 (2:2). Michael Gregoritsch (3. und 28.) brachte das Team von Trainer Markus Gisdol zunächst zweimal in Führung, Fin Bartels (14.) und Nationalspieler Serge Gnabry konnten für Werder aber jeweils noch ausgleichen. (Das Spiel zum Nachlesen im Ticker)

Desolate Abwehrleistungen

Alle vier Tore fielen nach desolaten Abwehrfehlern. Sowohl die Hintermannschaft des HSV sowie die der Bremer lieferten sich einen Fehler nach dem anderen.

Während Werder-Trainer Alexander Nouri immerhin die Negativserie von zuletzt vier Pleiten nacheinander stoppte, bleibt der HSV auch nach dem zwölften Spieltag weiter sieglos.

Audio

Das Mini-Trainingslager unter der Woche zeigte zwar spielerisch Wirkung, die Hamburger präsentierten sich in der Abwehr genau wie Werder aber wie ein Absteiger und leisteten sich haarsträubende Fehler. (Tabelle der Bundesliga)

Beiersdorfer unter Druck

Damit gerät auch HSV-Klubchef Dietmar Beiersdorfer, der zuletzt bei der erfolglosen Sportchef-Suche eine mehr als unglückliche Figur abgegeben hat, immer stärker unter Druck.

Vor 55.237 Zuschauern im Volksparkstadion vertraute Gisdol der Elf, die in der Vorwoche bei der TSG Hoffenheim einen Punkt geholt hatte.

Nouri nahm hingegen vier Änderungen vor, so stellte er etwa den ehemaligen HSVer Jaroslav Drobny nach dessen ausgeheilter Handverletzung wieder ins Tor, zudem begann Thanos Petsos für den verletzten Florian Grillitsch und Robert Bauer ersetzte Theodor Gebre Selassie - auch Angreifer Claudio Pizarro saß etwas überraschend zunächst nur auf der Bank. (Spielplan und Ergebnisse der Bundesliga)

Hitziges Spiel von Beginn an

Bei frostigen Temperaturen sahen die Zuschauer kein Abtasten, sondern gleich Vollgas-Fußball. Der HSV erwischte mit dem Treffer von Gregoritsch nach einer herrlich genau getimten Flanke von Lewis Holtby einen Traumstart, allerdings ließ Milos Veljkovic den Hamburger Angreifer auch sträflich allein zum Kopfball hochsteigen.

© SPORT1

Der #SuperSonntag auf SPORT1: Bundesliga Pur 9.15 und 13.15 Uhr im TV auf SPORT1

Werder war allerdings überhaupt nicht geschockt und versuchte über die flinken Außen Gnabry und Bartels Druck aufzubauen, die HSV-Abwehr präsentierte sich dabei auch nicht immer sattelfest. Beim Ausgleich ließ Bartels mit einem Haken dann seinen Bewacher Douglas Santos ins Leere laufen und traf mit links ins kurze Eck.

Gregoritsch mit überzeugender Leistung

In der Folge lieferten sich die beiden Nordrivalen weiter einen offenen Schlagabtausch, beide Seiten hatten gute Möglichkeiten. Doch der HSV war zunächst wieder konsequenter.

Nicolai Müller bediente nach einer überragenden Einzelleistung erneut Gregoritsch und der Österreicher musste nur noch einschieben. Doch Gnabry bestrafte die schläfrigen Hamburger und glich kaum bedrängt noch vor der Pause wieder aus.

© SPORT1

In der zweiten Hälfte erarbeitete sich Werder auch dank weiterer Unkonzentriertheiten der Rothosen zunächst ein Übergewicht, aber auch die Hausherren spielten natürlich weiter voll auf Sieg. Das Niveau nahm zwar etwas ab, aber die Fans sahen ein packendes und spannendes 105. Nordderby.

teilentwitternsammelnE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel