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1. FSV Mainz 05 v SC Freiburg - Bundesliga
Niko Bungert traf mit der ersten echten Mainzer Torchance © Getty Images

Mainz - Die Mainzer präsentieren sich gegen Freiburg äußert effektiv und sammeln Selbstvertrauen für die Europa League. Der SC bleibt der Lieblingsgegner der 05er.

Der 1. FSV Mainz 05 hat eine erfolgreiche Generalprobe für seinen entscheidenden Auftritt in der UEFA Europa League beim AS St. Etienne (Do., ab 19 Uhr LIVE im TV auf SPORT1, in unserem Sportradio SPORT1.fm und im LIVETICKER) gefeiert.

Die Rheinhessen setzten sich am 11. Spieltag der Bundesliga 4:2 (2:0) gegen ihren Lieblingsgast SC Freiburg durch. Damit überholte der FSV (17 Punkte) den Aufsteiger (15) in der Tabelle. (Die Tabelle der Bundesliga)

Kapitän Niko Bungert (15.), der türkische Nationalspieler Yunus Malli per Foulelfmeter (20.), Stefan Bell (82.) und Karim Onisiwo (90.+5) trafen für die Mainzer, die seit nunmehr zehn Spielen gegen Freiburg ungeschlagen sind und im heimischen Stadion noch nie gegen die Breisgauer verloren haben.

Für Freiburg waren Vincenzo Grifo (67.) und Nils Petersen (85.) erfolgreich. 

"Es war ein hektisches Spiel, wie wir es erwartet hatten. Freiburg hat guten Ballbesitzfußball gezeigt und wir wollten kontern. Die frühe Führung tat uns natürlich sehr gut. Ab da hatte Freiburg viel den Ball und hat uns vor hohe Hürden gestellt. Wir mussten bis zur Pause das Zentrum verdichten und wurden in allen Belangen gefordert", zollte Mainz-Coach Martin Schmidt dem Sportclub Respekt.  

Selbstvertrauen für Europa

Durch den dritten Heimsieg in Folge haben sich die FSV-Profis Selbstvertrauen für die Europa-League-Partie am Donnerstag beim AS St. Etienne geholt. Bei einer Niederlage ist das Europacup-Abenteuer der Mainzer vorzeitig zu Ende. (Spielplan und Ergebnisse der Bundesliga)

"Für uns gilt es nun, den Schalter umzulegen und am Mittwoch die Reise nach Frankreich anzutreten. Das positive Gefühl von heute wollen wir dorthin mitnehmen", so Schmidt.

Ganz anders der Gemütszustand bei Schmidts Gegenüber Christian Streich, der nicht nur sportlich ("Wir haben uns heute bei Standards katastrophal verhalten") Grund zur Sorge hatte. Zunächst schied Maximilian Philipp mit einem Bänderriss im Sprungelenk aus, in einer der letzten Aktionen des Spiels erwischte es dann auch noch Innenverteidiger Caglar Söyüncü.

Der Türke ging nach einem Zusammenprall mit dem Mainzer Andre Ramalho k.o. und musste mit dem Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht werden. Dort wurde eine Gehirnerschütterung diagnostiziert, die befürchteten Knochenbrüche im Gesicht bewahrheiteten sich nicht. 

Die Highlights der Samstagsspiele in Bundesliga Pur - Sonntag, ab 9.15 Uhr im TV auf SPORT1

Die 26.573 Zuschauer sahen zunächst eine Partie ohne große Höhepunkte. Nur Philipp hatte eine Chance für die Freiburger (5.). Nachdem der SC-Angreifer in der 15. Minute verletzt raus musste, nahm das Spiel rasant an Fahrt auf - vor allem weil das Gäste-Team von Coach Christian Streich, der seine erste Niederlage als Bundesliga-Trainer am 29. Januar 2012 in Mainz erlitten hat (1:3), nach der Philipp-Auswechslung ungeordnet agierte. (Das Spiel zum Nachlesen im Ticker)

Mainz effektiv

Das nutzte der völlig freistehende Innenverteidiger Bungert nach einer Malli-Ecke per Kopf zu seinem ersten Saisontor. Es war der erste Mainzer Torschuss der Partie. Kurz darauf waren die Freiburger, die ohne Marc-Oliver Kempf, Karim Guede, Jonas Meffert, Havard Nielsen, Onur Bulut, Lukas Kübler und Christian Günter auskommen mussten, erneut unsortiert in der Defensive.

© iM Football

Söyüncü, der schon beim ersten Gegentor schlecht aussah, konnte den enteilten Mainzer Stürmer Jhon Cordoba nur mit einem Foul bremsen. Malli verwandelte den fälligen Strafstoß im zweiten Versuch. Schiedsrichter Patrick Ittrich hatte den ersten, ebenfalls verwandelten, Elfmeter wiederholen lassen. Es war Mallis sechster Saisontreffer.

Freiburg gibt nicht auf

Danach entwickelte sich ein offener Schlagabtausch. Die Freiburger stürmten mit offenem Visier, die Mainzer konterten - beide Strategien sorgten für brenzlige Situationen vor den Toren. Die besten Möglichkeiten in dieser Phase hatten der Mainzer Karim Onisiwo (31.) und der Freiburger Florian Niederlechner (36.) gegen seinen Ex-Klub.

Kurz vor der Pause waren die Gastgeber dem dritten Treffer nahe. Fabian Frei traf die Latte (41.). Auf der Gegenseite vergab SC-Kapitän Mike Frantz die große Chance auf den Anschluss (42.).

Der Seitenwechsel änderte nichts am Spielverlauf, es ging hin und her. In der 59. Minute scheiterte der für Philipp eingewechselte Nils Petersen am starken Mainzer Keeper Jonas Lössl. Kurz darauf kam Niederlechner nicht an Lössl vorbei (62.). Auf der Gegenseite traf Jean-Philippe Gbamin den Pfosten (65.). Zwei Minuten später machte Grifo das Spiel mit seinem dritten Saisontor wieder richtig spannend.

Nachdem Bell erneut für die Mainzer per Kopf erhöht hatte (82.), ließ Petersen die Gäste noch einmal hoffen (85.). Doch der eingewechselte Onisiwo machte mit einem Konter alles klar (90.+5).

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