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Werder Bremen v Eintracht Frankfurt - Bundesliga
Bremen steckt weiter im Tabellenkeller fest © Getty Images

Bremen - Eintracht Frankfurt wahrt durch den Sieg in Bremen den Anschluss zur Spitzengruppe in der Bundesliga. Werder verpasst den Absprung und steckt im Tabellenkeller fest.

Trotz neuer Offensivpower steckt Werder Bremen weiter im Tabellenkeller fest.

Erstmals mit den Stürmerstars Max Kruse, Claudio Pizarro und Serge Gnabry gemeinsam in der Startelf verlor das Team von Trainer Alexander Nouri 1:2 (1:0) gegen Eintracht Frankfurt. Aymen Barkok markierte der Frankurter Siegtreffer in letzter Minute. (Der Ticker zum Nachlesen)

Die Highlights der Partie heute ab 22.15 Uhr bei Bundesliga - Der Spieltag im TV auf SPORT1

Die Hanseaten setzten ihren Abwärtstrend mit der vierten Niederlagen in Folge fort, warten seit Mitte Oktober auf einen Dreier und bleiben auf dem Relegationsplatz. (Die Tabelle der Bundesliga)

Auf die Frage, warum Bremen es sich aus der Hand hat nehmen lassen antwortete Kruse nach der Partie bei Sky: "Was heißt aus der Hand nehmen lassen, ich glaube, wir hatten es gar nicht so richtig in der Hand. Es ist zu statisch im Moment und dafür wirst du in der Bundesliga bestraft."

Florian Grillitsch brachte Werder knapp eine Woche vor dem Nordderby beim Hamburger SV mit einer technischen Meisterleistung in Führung. Der Österreicher verarbeitete vor 39.261 Zuschauern einen langen Schnittstellenpass von Niklas Moisander perfekt und traf in den linken Winkel (38.).

Der Joker trifft

Kurz nach seiner Einwechslung glich Frankfurts Torgarant Alexander Meier völlig freistehend per Rechtsschuss aus (52.).

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Aymen Barkok besiegelte die Werder-Pleite nach einem folgenschweren Ballverlust von Kruse mit einem sehenswerter Kunstschuss (90.). "Es ist ein riesen Gefühl, in der 90. Minute das entscheidende Tor zu schießen. Ich habe einen starken linken Fuß. Die Gelegenheit war da und ich habe es versucht," so der Siegtorschütze bei Sky.

"Mit einem 1:1 hätten wir uns auch nicht beklagen können, aber insgesamt sind wir natürlich glücklich über den Sieg", sagte Eintracht-Sportvorstand Fredi Bobic bei Sky: "Es stand auf Messers Schneide. Wir hätten auch verlieren können." 

Die Eintracht ist seit nunmehr sechs Pflichtspielen ohne Niederlage und lieferte erneut einen Beleg für eine steile Lernkurve unter Trainer Niko Kovac. Die Hessen rangieren mit 21 Punkten direkt hinter den Europacup-Plätzen.

Die Pleitenserie vor der Länderspielpause hatte die Sehnsucht der Werder-Fans nach ihren lange verletzten Offensivstars Kruse und Pizarro noch einmal wachsen lassen. Kruse, lange von einer Knieverletzung ausgebremst, war seit seiner Rückkehr im Sommer noch gar nicht in der Liga für die Grün-Weißen aufgelaufen.

© IM Football

Nervöse Anfangsphase

Wenn Bremen in der ersten Hälfte gefährlich wurde, hatten fast immer Pizarro, Gnabry oder Kruse ihre Füße im Spiel. Nach einer nervösen Anfangsphase beider Teams schnappte sich Kruse den Ball und prüfte Eintracht-Keeper Lukas Hradecky per Linksschuss aus 20 Metern (11.), später verfehlte er per Kopf nach Pizarro-Flanke das Ziel nur knapp. Shootingstar Gnabry versuchte es nach einem Tempodribbling aus spitzem Winkel (22.), dann setzte er einen Rechtsschuss nur knapp über den Querbalken (33.).

Werder baute vor allem auf seine starken Individualisten in der Offensive, Frankfurt dagegen auf kurze, schnelle Pässe und bewies durchaus Spielkultur. Zu Abschlüssen kam das Auswärtsteam zunächst jedoch nur mit Fernschüssen.

Frankfurt dreht Partie nach der Pause

Der formstarke Marco Fabian brachte Felix Wiedwald im Tor der Hausherren erstmals in Verlegenheit (17.). Elf Minuten später musste dann Werder-Verteidiger Milos Veljkovic in höchster Not einen Schuss des Mexikaners abblocken. Frankfurt fehlte jedoch im ersten Durchgang die Zielstrebigkeit, die Pausenführung der Bremer war verdient.

Nach dem Wechsel drückte Werder, das auch noch das Comeback von Philipp Bargfrede feierte, zunächst auf das 2:0. Doch Meier sorgte in unnachahmlicher Manier für die kalte Dusche. Werder-Coach Nouri war nach der Partie enttäuscht: "Ich denke, dass wir mindestens einen Punkt verdient gehabt hätten, weil wir ein ordentliches Spiel abgeliefert haben."

Danach entwickelte sich ein Privatduell zwischen dem Torjäger und Wiedwald, das zweimal der SVW-Keeper stark für sich entschied (57., 60.). Auch Branimir Hrgota hatte die Gäste-Führung auf dem Fuß (66.), die Eintracht war nun viel präsenter. Auf der Gegenseite scheiterte Pizarro an Hradecky (75.). (Statistiken zum Spiel)

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