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Die DFL hat die Verteilung der TV-Gelder reformiert © Grafik SPORT1 Paul Hänel

Die mit Spannung erwartete Verteilung der TV-Gelder ist geregelt. Die DFL stellt ihre Kriterien vor. Ab der kommenden Saison gibt es ein Vier-Säulen-Prinzip.

Die DFL verteilt die TV-Milliarden künftig nach vier Kriterien. Die nationalen Einnahmen, die ab der Saison 2017/18 für vier Spielzeiten auf 1,19 Milliarden Euro pro Saison steigen, werden anhand eines "Vier-Säulen-Prinzips" ausgeschüttet - eingerechnet werden die Fünfjahreswertung getrennt nach Ligen, die Erfolge der vergangenen 20 Jahre, die Nachwuchsarbeit sowie eine Wettbewerbswertung.

Bislang nur Fünfjahres-Wertung

Bislang wurden die Einnahmen ausschließlich nach der Fünfjahreswertung verteilt. Diese wird künftig 70 Prozent der Ausschüttung ausmachen. Fünf Prozent der nationalen Einnahmen werden nach der 20-Jahres-Wertung aller 36 Profiklubs verteilt.

Wer verbandsausgebildete U23-Spieler einsetzt, darf mit einem Anteil von den zwei Prozent der Nachwuchs-Säule rechnen. 23 Prozent werden nach einer "gewichteten" Wettbewerbswertung verteilt. Die ersten sechs Klubs dieser Säule erhalten denselben Betrag.

Die Erlöse aus den internationalen Rechten, durch die die Einnahmen auf 1,5 Milliarden Euro pro Saison steigen sollen, werden in der Bundesliga nach drei Säulen verteilt. 50 Prozent werden nach einem neuen "DFL-Koeffizienten" ausgeschüttet, der das Abschneiden in den UEFA-Wettbewerben der vergangenen fünf Spielzeiten bewertet.

25 Prozent werden auf alle 18 Bundesliga-Klubs gleichmäßig verteilt, die weiteren 25 Prozent anhand einer neuen Zehn-Jahres-Wertung ausgeschüttet. Die 2. Liga bekommt statt 1,8 Millionen Euro nun mindestens fünf Millionen Euro pro Saison.

Erhebliche Mehreinnahmen für die Klubs

"Dank Rekorderträgen aus der im Sommer erfolgten Ausschreibung der nationalen Medienrechte können alle Klubs mit erheblichen zusätzlichen Einnahmen kalkulieren", sagte DFL-Präsident Reinhard Rauball.

"Daneben wird durch das neue Verteiler-Modell den Interessen von Medien-Partnern sowie den Zuschauern in den Stadien und vor den Bildschirmen im Sinne eines attraktiven Wettbewerbs Rechnung getragen."

Trotz teilweise höchst unterschiedlicher Interessen "konnte ein Weg gefunden werden, der Leistungsprinzip und Solidarität weiter miteinander verbindet", sagte Rauball: "Mit Blick auf die weitere Positiv-Entwicklung der Bundesliga und 2. Bundesliga ist es darüber hinaus das Ziel, sportliche Nachhaltigkeit und Nachwuchsförderung zu honorieren und in den unterschiedlichen Tabellenregionen Wettbewerbsimpulse zu setzen."

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