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Wolfgang Klein war von 1979 bis 1987 Präsident des HSV.
Wolfgang Klein war von 1979 bis 1987 Präsident des HSV. © Getty Images

Ex-Präsident Wolfgang Klein vom Hamburger SV hat die Abhängigkeit des Bundesligisten vom Geld des umstrittenen Investors Klaus-Michael Kühne kritisiert.

Ex-Präsident Wolfgang Klein (75) vom Hamburger SV hat die Abhängigkeit des Bundesligisten vom Geld des umstrittenen Investors Klaus-Michael Kühne kritisiert.

"Es ist die wichtigste Aufgabe, sich davon zu lösen. Beim FC Bayern wäre es undenkbar, dass ein großer Gesellschafter wie adidas derart viel zu sagen hat", sagte der Jurist der Hamburger Morgenpost. Der Tabellenletzte müsse Kühne für seine Unterstützung dankbar sein, aber "eine Abhängigkeit im Bereich von Spielertransfers kann keine Lösung sein."

Mangelhafte Strukturpläne  

Klein, unter dessen Führung der HSV zwischen 1979 bis 1987 seine sportlich erfolgreichste Phase erlebte, bemängelte zudem, dass die Strukturpläne nach der Ausgliederung der Fußball-Abteilung nicht konsequent umgesetzt würden. "Hieß es nicht mal, dass der HSV drei in etwa gleichgewichtige Gesellschafter haben wollte? Das ist der Punkt. Wo sind sie?", sagte Klein.

Beiersdorfer soll bleiben  

Trotz der sportlichen Talfahrt plädiert Klein für ein Festhalten an dem zuletzt in die Kritik geratenen Klubchef Dietmar Beiersdorfer. "Er hat ja Ahnung vom Fußball und dem Geschäft, das wird ihm ja niemand absprechen. Aus meiner Sicht liegen die Probleme des HSV woanders", sagte Klein.

Aber durch die Abhängigkeit von Geldgeber Kühne würde Beiersdorfers Arbeit "eher erschwert als erleichtert. Es schwächt seine Position."

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