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Ingolstadt und München - Der FC Ingolstadt sorgt mit der Verpflichtung von Maik Walpurgis für eine faustdicke Überraschung - auch bei einem ehemaligen Weggefährten aus Osnabrück. Doch die Entscheidung ist nachvollziehbar.

Der unverhoffte Karrieresprung von Maik Walpurgis sorgt auch bei ehemaligen Weggefährten für Verwunderung.

"Sofort erste Liga - das hat uns alle ein bisschen überrascht", sagte Joe Enochs im Gespräch mit SPORT1.

Noch im vergangenen Jahr coachte der neue Trainer des FC Ingolstadt den VfL Osnabrück in der Dritten Liga, doch ein schwacher Saisonstart kostete Walpurgis den Job und Enochs wurde sein Nachfolger. (Zum Steckbrief von Maik Walpurgis)

Nun soll Walpurgis den FCI vor dem Sturz in die Zweite Liga retten - angesichts von nur zwei Punkten aus den ersten zehn Spielen ein scheinbar aussichtsloses Unterfangen.

Enochs: "Maik arbeitet sehr akribisch"

Doch Enochs glaubt an seinen Ex-Kollegen.

"Maik ist ein Trainer, der das Bestmögliche aus seiner Mannschaft machen will", sagte der US-Amerikaner: "Er arbeitet sehr akribisch, ist sehr gut ausgebildet und bringt die nötige Fachkompetenz mit." Enochs hob besonders Walpurgis' "Autorität, mit der er vor der Mannschaft auftritt" hervor.

Was den bevorzugten Spielstil angeht, sind gewisse Parallelen zu Walpurgis' Vor-Vorgänger Ralph Hasenhüttl zu erkennen. "Er will aus einer stabilen Defensive heraus agieren und versucht hoch zu pressen und schnell den Ball nach vorne zu bringen, um Torraumszenen zu bekommen", so Enochs.

Walpurgis zuversichtlich

Als eine "tolle Herausforderung" bezeichnete Walpurgis selbst die Aufgabe und verbreitete bei seinem ersten öffentlichen Auftritt als Coach der Schanzer Entschlossenheit.

"Die Mannschaft hat durch den Aufstieg gezeigt, dass sie Siegertypen und Mentalität hat, das stimmt mich optimistisch, dass wir alle Bock haben", sagte der 43-Jährige auf SPORT1-Nachfrage.

Mit seiner positiven Art hat der Nachfolger von Markus Kauczinski auch die Verantwortlichen des FC Ingolstadt überzeugt - trotz der fehlenden Erfahrung in der Bundesliga.

Linke von Walpurgis überzeugt

"Es geht nicht darum, in welcher Liga er vorher trainiert hat, sondern dass das Gesamtpaket zum Verein passt und er die Überzeugung hat, dass wir in dieser Saison noch für Furore sorgen können", sagte Sportdirektor Thomas Linke auf SPORT1-Nachfrage: "Am Ende war Maik in den Gesprächen derjenige, der uns das Gefühl gegeben hat."

Und vielleicht sorgt Walpurgis mit dem Erreichen des Klassenerhalts am Ende für die nächste Überraschung.

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