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FC Augsburg v Hertha BSC - Bundesliga
Pal Dardai ist Rekord-Bundesligaspieler bei Hertha BSC © Getty Images

Pal Dardai verrät, dass er ein Angebot seines früheren Lieblingsklubs ausschlug. Als Trainer lässt der Ungar die Zügel bei Hertha BSC eher locker.

Pal Dardai ist kaum noch von Hertha BSC wegzudenken. Der 40-Jährige spielte von 1997 bis 2012 in der Hauptstadt und zeichnet seit 2015 als Trainer für die "Alte Dame" verantwortlich.

Doch als Kind "habe ich immer von Bayern München geträumt", verrät Dardai im Bild-Interview und fügt hinzu: "Der Traum wäre fast in Erfüllung gegangen. Ich habe mir damals ihr Angebot angehört, mich dann aber doch entschieden, weiter bei Hertha zu spielen."

Der Ungar avancierte in Berlin zum Rekord-Bundesligaspieler und führte die Hertha auch als Trainer in die oberen Tabellenregionen.

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Kein Kontrollfreak

Dardai lässt seinen Spielern dabei viele Freiheiten. "Ich weiß viel über sie, auch ohne sie zu kontrollieren", meint der 40-Jährige: "Mein Kumpel Zecke Neuendorf hat mich mal in eine Shisha-Bar mitgenommen, um mir das einmal zu zeigen. Das kommt der Besitzer und sagt 'Herr Dardai, schön, dass Sie hier sind! Zwei Ihrer Spieler sind auch oft hier'."

Dardai ließ sich die Namen geben und mit den entsprechenden Spielern darüber gesprochen.

Dardai: "War auch nicht heilig"

Bevor er einen Spieler jedoch zur Rechenschaft zieht, berücksichtigt der ehemalige Nationalspieler, "dass ich auch nicht heilig war. Aber wenn es häufiger vorkommt, dann müssen wir reden."

Dass man trotz einer durchzechten Nacht noch seine Leistung abrufen kann, führte Dardai mit einer Anekdote von seinem Vater an.

"Er war auf einer Hochzeit und hat richtig gefeiert. Am nächsten Tag hatte er ein Spiel in der ungarischen Liga, vor 16.000 Fans", erzählte Dardai. "Er hat drei Tore gemacht. Er wusste, dass sein Verhalten nicht richtig war und wollte es mit Leistung unbedingt wiedergutmachen."

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