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Thomas Müller verzweifelt gegen Hoffenheim
Thomas Müller wartet weiter auf sein erstes Saisontor © Imago

München - Thomas Müller bleibt auch nach zehn Bundesliga-Spieltagen torlos. Nach der Partie findet er deutliche Worte. Boss Rummenigge kennt eine Ursache für die Ladehemmung.

Thomas Müller saß auf dem kalten Rasen und raufte sich die Haare.

Selbst die größte Möglichkeit für den FC Bayern im Topspiel gegen Hoffenheim endete mit einer Enttäuschung. Der Weltmeister kam in der Nachspielzeit nach einer Kopfballablage von Kingsley Coman aus sieben Metern freistehend zum Schuss - und traf statt das leere Tor lediglich den Außenpfosten. Es blieb beim 1:1 in der Allianz Arena.

Zuvor hatte Müller, der 69 Minuten lang auf der Bank schmorte, einen Kopfball genau auf TSG-Keeper Oliver Baumann gesetzt. Dazu legte er Mats Hummels eine Großchance auf, doch auch der Verteidiger scheiterte am Pfosten.

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"Wir hatten einen leicht pomadigen Auftakt und haben gedacht, wir könnten das wie immer spielen. Aber die Ruhe hatten wir heute nicht und haben das erst nach dem 0:1 kapiert. Am Ende hatten wir genug Chancen, durch die wir eigentlich gewinnen müssen", haderte Hummels.

Letztes Liga-Tor von Müller Ende April

Müller fand deutlichere Worte:

"Ich habe eine Riesenchance vergeben, dementsprechend ist natürlich meine Krawatte groß. Die Scheiße klebt so ein bisschen am Stiefel. Dann wird man nachdenklich und momentan bin ich ziemlich schlecht gelaunt", sagte er nach der Partie auf Nachfrage von SPORT1 und machte seinem Ärger Luft.

Nach zehn Spieltagen in der Bundesliga hat der 27-Jährige 20 Mal aufs Tor geschossen, davon dreimal ans Aluminium - aber noch kein einziges Tor erzielt.

Rummenigge nennt Grund für Ladehemmung

Sein letzter Liga-Treffer ist mittlerweile über ein halbes Jahr her, am 30. April traf er zum 1:0 gegen Borussia Mönchengladbach (Endstand 1:1).

Karl-Heinz Rummenigge glaubt die Ursache für Müllers Ladehemmung gefunden zu haben: "Es fällt schon auf, dass bei ihm seit dem verschossenen Elfmeter gegen Atletico der Wurm drin ist und er Pech hat. Ich habe ihm gesagt, dass ich als Europas Fußballer des Jahres auch mal zehn Spiele ohne Treffer hatte", meinte der Vorstandschef zu SPORT1 und machte Müller Mut:

"Da muss man arbeiten, arbeiten, arbeiten und dann schießt man wieder drei Tore. Das kann ich ihm jetzt schon voraussagen."

Nur 38 Einsatzminuten in drei Spielen

In den letzten drei Ligapartien kam der Torjäger außer Dienst gerade einmal 38 Minuten zum Einsatz. Offenbar sieht sich Müller sogar als Gesicht des Misserfolgs.

Nun wartet auf den Offensivmann die Reise zur Nationalmannschaft - immerhin beim DFB-Team war angesichts von vier Toren in drei Spielen von einer Ladehemmung zuletzt nichts zu sehen.

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