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FC Schalke 04 v Eintracht Frankfurt - Bundesliga
Nach dem Spiel pfeifen die Fans - die Spieler von Schalke 04 gehen in die Kurve © Getty Images

Schalke 04 bietet eine trostlose Leistung und verliert zu Hause gegen Eintracht Frankfurt. Der Treffer fällt nach einer feinen Freistoßvariante - sorgt aber für Unmut.

Die Fans von Schalke ließen ihrem Frust freien Lauf, Pfiffe gellten durch die heimische Arena. Schalke 04 droht erstmals seit sieben Jahren eine Saison ohne internationalen Fußball, Eintracht Frankfurt darf dagegen von der Rückkehr in den Europacup träumen. (Ticker zum Nachlesen)

"Natürlich spielen wir einen Scheiß, natürlich spielen wir glücklos. Aber dass man sich so auspfeifen lassen muss, ist nicht okay", sagte Schalke-Kapitän Benedikt Höwedes bei Sky.

Die Pfiffe der eigenen Anhänger schmeckten ihm gar nicht. Dennoch musste er zugeben: "Wir stecken hinter den Erwartungen. Wir suchen kein Alibi, keine Ausreden. Wir müssen weiter versuchen zu marschieren."

Die Königsblauen verloren nach einer erschreckend schwachen Leistung zum Rückrundenstart 0:1 (0:1) gegen die Hessen und mussten die ausgerufene Aufholjagd schon wieder abblasen.

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Schalke zittert um Europa-Abo

Während die Eintracht nach dem 92. Bundesligator ihres Kultstürmers Alexander Meier (33.) und ihrem ersten Auswärtssieg in Gelsenkirchen seit 1999 zumindest für eine Nacht auf den dritten Tabellenplatz kletterte, wuchs der Rückstand der Schalker auf die internationalen Ränge auf neun Punkte.

© iM Football

Das Europa-Abo, das die Gelsenkirchener seit 2010 besitzen, scheint abzulaufen (Ergebnisse und Spielplan)

Meier bewies nach einem Freistoß von Makoto Hasebe seine Kaltschnäuzigkeit, als er sich von seinem Gegenspieler Naldo löste und eine flache Hereingabe ins Toreck setzte (Tabelle der Bundesliga).

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"Wir haben den Freistoß ein paarmal geübt. Heute hat es dann gut geklappt", sagte Meier nach dem Abpfiff bei Sky über die entscheidende Szene.

Die Situation war allerdings umstritten, weil David Abraham vor dem Tor Naldo, der Meier bewachen sollte, am Trikot zerrte.

Weinzierl kritisiert Spiel nach vorne

Die Frankfurter hatten sich diesen Führungstreffer in einer schwachen ersten Halbzeit verdient, weil sie spielerisch mehr boten als die ideenlosen Schalker, die wie beim glücklichen 1:0 vor sechs Tagen gegen den Abstiegskandidaten FC Ingolstadt maßlos enttäuschten.  

"Es war heute kein gutes Spiel von uns. In der zweiten Hälfte haben wir alles probiert, aber nicht die Anzahl an Chancen kreiert, wie wir es wollten", sagte Schalke-Trainer Markus Weinzierl. "Die Eintracht hat es beim 1:0 clever gemacht, auch wenn es zuvor ein Foul war."

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Burgstaller startet

Neuzugang Daniel Caligiuri, erst am Mittwoch für 2,5 Millionen Euro vom Ligarivalen VfL Wolfsburg verpflichtet, saß bei den Gastgebern zunächst auf der Bank. Erst in der 66. Minute schickte ihn Trainer Markus Weinzierl aufs Feld. Heimkehrer Nabil Bentaleb, mit Algerien beim Afrika-Cup schon in der Vorrunde gescheitert, rückte wieder ins Mittelfeld.

Der Ex-Nürnberger Guido Burgstaller, gegen Ingolstadt der späte Matchwinner, gab sein Startelf-Debüt.

Eintracht-Coach Niko Kovac musste die gesperrten Lukas Hradecky und Ante Rebic sowie die verletzten Szabolcz Huszti und Marco Fabian ersetzen. Ins Zentrum der Dreier-Abwehrkette zog er Hasebe zurück, der die Defensive fehlerlos organisierte.

Keine Kreativität

Wie gegen Ingolstadt tat sich Schalke im Spielaufbau schwer. Viele Pässe waren zu ungenau, zu oft wurden hohe Bälle gespielt. Die Gäste boten das flüssigere Kombinationsspiel, ohne zunächst jedoch gefährlich vor das Schalker Tor zu kommen.

Die erste nennenswerte Torchance hatte Burgstaller, dessen Kopfball nach einer Flanke von Eric Maxim Choupo-Moting Ersatztorhüter Heinz Lindner mit den Fingerspitzen über die Latte lenkte (23.). Frankfurt nutzte gleich die erste Möglichkeit.

Nach der Pause brachte Schalke-Trainer Markus Weinzierl für den enttäuschenden Johannes Geis Nachwuchsstürmer Donis Avdijaj (53.). Die Gelsenkirchener spielten nun zielstrebiger nach vorne und hatten durch Burgstaller die Chance zum Ausgleich (55.). Doch die Fehlerquote blieb hoch, die Pfiffe der Fans wurden lauter.

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