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Dayot Upamecano (r.) startete 2015 seine Profikarriere bei Red Bull Salzburg © Getty Images

München - Mit Dayot Upamecano soll das nächste Juwel von Red Bull Salzburg zu RB Leipzig wechseln. Noch mauern die Verantwortlichen, doch der Transfer bahnt sich an.

Dayot Upamecano. Der Name klingt nach Musik. Und der Ruf, der dem erst 18-Jährigen vorauseilt, hat es in sich.

Der Youngster von Red Bull Salzburg gilt als großes Talent, wurde sogar schon als Wunderkind bezeichnet - und wird nicht zuletzt deshalb bereits als möglicher Neuzugang beim Schwesterklub RB Leipzig gehandelt.

Internationale Top-Klubs wie Manchester United und Juventus Turin hatten ihn schon vor anderthalb Jahren auf dem Zettel. Machen nun die Sachsen das Rennen?

Fans und Experten geraten ins Schwärmen

Doch was ist das überhaupt für ein Spieler, der Fans und Experten gleichermaßen zum Schwärmen bringt?

Mit Frankreichs Junioren gewann Upamecano 2015 die Europameisterschaft, auf der UEFA-Homepage wurde der gelernte Innenverteidiger anschließend in der Rubrik "Europas Wunderkinder" vorgestellt.

Der 1,85-Meter-Mann bringt 83 Kilogramm auf die Waage und gilt als Spieler mir einer besonders dynamischen und aggressiven Spielweise.

Rangnick holte Upamecano schon mal

Also ein Akteur ganz nach dem Geschmack von RB-Coach Ralph Hasenhüttl. Leipzigs Sportdirektor Ralf Rangnick hat Upamecano übrigens schon einmal verpflichtet. Damals arbeitete er noch in gleicher Funktion in Salzburg und entdeckte das Juwel in Frankreichs zweiter Liga beim FC Valenciennes.

Aber wie sehen eigentlich Upamecanos eigene Karrierepläne aus? Das "vorrangige Ziel", sagte er zuletzt in France Football, sei für ihn einfach immer nur "zu spielen", dies habe er auch mit seinem Agenten und seinen Eltern so besprochen.

In Österreich klappt das bislang ganz gut, immerhin kam er dort in dieser Saison bei 15 von 20 Liga-Spielen zum Einsatz. Und das kommt nicht von ungefähr: Gleich bei seinem Debüt im vergangenen März hatte er mit über 70 Prozent gewonnenen Zweikämpfen beeindruckt. In der Bundesliga wäre er damit unter den besten Fünf.

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Vertrag in Salzburg bis 2018

In Salzburg hat Upamecano momentan noch einen Vertrag bis 2018. Wie SPORT1 erfahren hat, dürfte das aber kein Hindernis sein, sollte er zum anderen RB-Verein wechseln wollen.

Dafür spricht auch, dass Rangnick gute Erfahrungen mit Spielern gemacht hat, die von Salzburg nach Leipzig gewechselt sind. Erst im Sommer waren Naby Keita und Verteidiger-Kollege Bernardo genau diesen Weg gegangen.

Mit einer Verpflichtung von Upamecano würde der Kader des Aufsteigers noch mehr Flexibilität bekommen, denn Salzburgs Shootingstar kann neben der Abwehrzentrale auch im defensiven Mittelfeld eingesetzt werden.

Gerade in der Hintermannschaft hatte Hasenhüttl in der Hinrunde durch den Ausfall von Sommereinkauf Lukas Klostermann und die Verletzung von Bernardo immer wieder improvisieren müssen.

Offen für Wintertransfers

Die Verantwortlichen haben sich Wintertransfers daher stets offengelassen: "Es wird sicher nicht passieren, dass wir gezielt Spieler von auswärts holen, nur damit wir zwei mehr im Kader haben. Ich will aber nicht ausschließen, dass wenn ein Spieler in der Winterpause auf dem Transfermarkt schon zu haben wäre, den wir im Sommer sowieso gerne hätten, dass wir ihn dann nicht auch holen", wurde Rangnick unlängst zitiert.

Am nötigen Geld fehlt es ohnehin nicht, zumal mit dem Amerikaner Terrence Boyd, dem Griechen Kyriakos Papadopoulos, dem Ungarn Zsolt Kalmar sowie Rani Khedira und Davie Selke noch einige Spieler den Verein verlassen könnten, die mit ihrer momentanen Situation nicht zufrieden sind.

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