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Für Stefan Effenberg ist klar: "Auch ich habe eine zweite Chance verdient." Nach seinem Aus bei Paderborn ist er auf der Suche. Sein Ex-Klub wäre eine Option.

Für Stefan Effenberg ist klar: "Auch ich habe eine zweite Chance verdient." Der Ex-Trainer des SC Paderborn hofft weiter auf einen zweiten Job als Coach. Nachdem er im März 2016 vom damaligen Zweitligisten entlassen wurde, hat sich bislang keine neue Trainerstelle für ihn ergeben.

Bayern ist immer interessant

Im kicker-Interview verrät der 48-Jährige, dass er nicht aufgeben wolle. "Ich warte, führe Gespräche, mit einem Interessenten war ich sehr weit. Der Moment wird kommen", so Effenberg weiter. Weil der ehemalige Bayern-Star in München wohnt, wäre sein ehemaliger Klub auf jeden Fall eine Option: "Bayern ist immer interessant."

"Es liegt aber nicht bei mir. Ich werde auf jeden Fall dem Fußball verbunden sein", sagt Effenberg, der die Liga natürlich mit großem Interesse verfolgt. Auch die Arbeit des Guardiola-Nachfolgers Carlo Ancelotti.

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Kein Grund zur Sorge

Obwohl die Hinrunde beim deutschen Rekordmeister etwas holprig war, sieht er keinen Grund zur Sorge. "Bayern strahlte nicht mehr diese Dominanz aus, aber entscheidend sind März, April. Mai. Unter Guardiola waren sie acht, neun, Monate lang total dominant, verloren jedoch in den entscheidenden Spielen gegen Real und Barcelona klar, weil die Spannung im täglichen Geschäft weg war", meint Effenberg weiter.

Insgesamt ist "Effe" von Ancelotti angetan: "Ancelotti ähnelt Heynckes sehr. Seine Philosophie wird er auch nach dem Gegner ausrichten, 2014 hat er mit Real die Bayern gnadenlos ausgeguckt. Van Gaal und Guardiola peitschen hingegen ihre Idee durch. Den größeren Erfolg hatte Heynckes. Bei Guardiola und van Gaal herrschen in der Menschenführung Distanz und Kälte, bei Heynckes und Ancelotti – auch bei Hitzfeld – ist Wärme da, was mir als Spieler besser gefällt."

Paderborn hat geschadet

Sein nicht einmal fünfmonatiges Intermezzo beim damaligen Zweitligisten SC Paderborn habe ihm mehr "geschadet, weil manche Medien schlechte Stimmung gegen mich verbreiteten und mich in die Schublade steckten, in der ich vor 20 Jahren war", führte Effenberg in dem Interview weiter aus. 

So sei etwa seine Lizenzerneuerung längst geklärt gewesen, "wurde aber zum Skandal aufgebläht", sagte er und kritisierte zudem Paderborns Präsident Wilfried Finke: "Wie er mit mir menschlich umging, das geht nicht. Positiv war, dass ich mir über die Tiefschläge intensiv Gedanken mache - das wird mich weiterbringen und stärker machen." Vorerst werde er sich "weiterbilden, etwa bei Wenger bei Arsenal".

  

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