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Die deutschen Vereine geben immer mehr Geld für neue Spieler aus © Getty Images

Neuer Transferrekord: Die deutschen Vereine geben immer mehr Geld für neue Spieler aus. Damit liegen sie inzwischen auf Platz zwei hinter der Premier League.

Die deutschen Fußballvereine haben 2016 mehr als doppelt so viel Geld für neue Spieler ausgegeben wie im Jahr zuvor. Die Klubs investierten die Rekordsumme von rund 537 Millionen Euro (plus 55,9 Prozent) und liegen damit hinter der englischen Premier League (1,28 Milliarden Euro/plus 8,7 Prozent) auf Platz zwei der Rangliste des FIFA-Transferabgleichungssystems TMS.

Dabei profitierten die deutschen Vereine erneut vom Mega-TV-Vertrag der Engländer: Rund 222 Millionen Euro flossen allein von der Insel auf die Bundesliga-Konten. Für Spieler mit deutschem Pass wurden weltweit 188,5 Millionen Euro (plus 72,2 Prozent) überwiesen - ebenfalls so viel wie noch nie.

Eingenommen haben die deutschen Klubs allerdings "nur" rund 334 Millionen Euro (minus 0,4 Prozent). Einnahme-Krösus ist Spanien (516,5 Millionen Euro/plus 49,5 Prozent).

Weltweit wurden 4,46 Milliarden Euro in Fußballtransfers investiert - Rekord und 14,3 Prozent mehr als im Kalenderjahr 2015. Die chinesische Großoffensive auf dem Transfermarkt führte im Reich der Mitte zu Ausgaben in Höhe von rund 420 Millionen Euro, was einer Steigerung von 168,2 Prozent entspricht. Russlands Fußballvereine (106 Millionen Euro) gaben sogar 383 Prozent mehr aus.

Die chinesische Kaufkraft rage im TMS-Bericht, der am Freitag veröffentlicht wurde, heraus, sagte Kimberley Morris, Geschäftsführerin bei FIFA TMS: "Der Report spricht für sich. Die chinesischen Vereine haben 344,4 Prozent mehr ausgegeben als alle anderen Nationen im asiatischen Kontinentalverband AFC zusammen."

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