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Holger Badstuber muss sich beim FC Schalke 04 noch steigern
Holger Badstuber muss sich beim FC Schalke 04 noch steigern © Imago

Chemnitz - Holger Badstubers Debüt für Schalke 04 misslingt, auch der andere Neue muss sich noch verbessern. Dabei ist die Zeit für Eingewöhnungsprobleme ungünstig.

Holger Badstuber wird sich wohl umstellen müssen.

"Ich bin es gewohnt zu gewinnen", hat der Innenverteidiger am Freitag bei seiner offiziellen Vorstellung gesagt - doch das Siegen ist bei seinem neuen Verein Schalke 04 bedauerlicherweise keineswegs so selbstverständlich wie mit dem deutschen Rekordmeister und nationalen Allesgewinner Bayern München.

Badstubers Debüt in Königsblau beim Drittligisten Chemnitzer FC ging am Samstag mit 1:2 (0:2) ziemlich daneben. Der 27-Jährige hatte daran selbst erheblichen Anteil.

In anfangs ungewohnter Rolle als Rechtsverteidiger ließ sich der Nationalspieler vor dem 0:2 an der Außenlinie überlaufen und hatte auch ansonsten Probleme. Besser wurde es, als er später als linker Innenverteidiger an der Seite Naldos spielte.

"Man muss malochen, dann wird man auch belohnt", sagte Badstuber anschließend, bereits gekonnt im Schalker Kumpel-Stil. "Wir wissen, was wir nicht gut gemacht haben, und daran können wir jetzt eine Woche lang noch feilen."

Das wird nötig sein, denn es blieb der Eindruck, dass Badstuber wahrscheinlich kein Sofort-Mitreißer für die zuletzt in der Liga wieder lahmenden Schalker sein kann.

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Weinzierl: "Noch Luft nach oben"

"Beide haben wie die Mannschaft Luft nach oben", analysierte Trainer Markus Weinzierl und nahm dabei den zweiten Debütanten Guido Burgstaller mit in die Kritik. Der Sturm-Zugang vom 1. FC Nürnberg hatte sich ebenfalls noch nicht wunschgemäß eingefügt. 

Weinzierl bleiben wenige Tage, um das zu ändern. Badstuber und Burgstaller sollen keine Ergänzungen sein, sie müssen am Samstag gegen den FC Ingolstadt (ab 15.30 Uhr LIVE in unserem Sportradio SPORT1.fm und im LIVETICKER) womöglich das Schalker Spiel tragen.

Ein Einsatz von Kapitän Benedikt Höwedes in der Abwehr ist unwahrscheinlich, in der Offensive plagen die Gelsenkirchener Verletzungen (Klaas-Jan Huntelaar, Breel Embolo, Franco Di Santo) und Abstellungen für den Afrika-Cup (unter anderem Nabil Bentaleb).

Das wäre alles nicht dramatisch, hätte Schalke seine Schwächephasenjoker nicht aufs Äußerste ausgereizt. Der Tabellenelfte ist nach seinem Katastrophenstart und einem weiteren Durchhänger vor der Winterpause derzeit meilenweit von einem Champions-League-Platz entfernt, selbst zu einem Europa-League-Rang fehlen nach 16 Spieltagen neun Punkte. 

Gewohnt, mit Druck umzugen

Europa sei auch auf Schalke "ein Thema, das man immer erreichen will und muss", sagt Badstuber. "Natürlich geht da für uns noch was. Schalke hat Qualität, Potenzial und hungrige Spieler." Mit Druck habe er ohnehin kein Problem: Damit bin ich aufgewachsen."

Die Königsblauen können sich keine Ausrutscher mehr leisten, wenn es mit einer Aufholjagd klappen soll.

Da erstaunt es, wenn Torhüter Ralf Fährmann sagt: "Wir sind wohl etwas zu locker ins Spiel gegangen." Am Samstag wäre eine Wiederholung deutlich schmerzhafter. 

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