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Mario Gomez nimmt sich nach Wolfsburgs Pleite gegen Augsburg die eigenen Mitspieler vor. Mitverantwortlich ist auch der Torwart-Bock von Kapitän Diego Benaglio.

Mario Gomez marschierte aus der Kabine und schaute finster drein. Die pomadige Vorstellung des VfL Wolfsburg hatte dem Star-Angreifer überhaupt nicht gepasst.

"Viel zu behäbig. Überheblich. Naiv", sagte Gomez - sein Fazit nach dem 1:2 gegen den FC Augsburg fiel vernichtend aus.

Nach zuletzt drei Siegen hätten die Wolfsburger "ein bisschen mit dem Arsch gewackelt und geglaubt, so gewinnen wir ein Bundesliga-Spiel", sagte Gomez, und nach seinem frühen Treffer in der vierten Minute "gedacht: 'Ach, geht schon.'" (Ticker zum Nachlesen)

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Aber so ging es gegen die aggressiven Augsburger eben nicht. "Wir haben gespielt wie eine Jugend-Mannschaft", sagte Gomez frustriert: "So gewinnen wir kein Spiel mehr."

Peinlicher Benaglio

Gegen die Augsburger stand sich Wolfsburg viel zu oft selbst im Weg, besonders der Ausgleich zum 1:1 passte ins Bild. Einen Rückpass von Luiz Gustavo konnte Diego Benaglio nicht kontrollieren, der Ball sprang an den Kopf von Halil Altintop, von da zunächst an die Latte, dann wieder auf den Kopf von Altintop und ins Tor (25.) - Slapstick in der Wolfsburger Arena. (Ergebnisse und Spielplan)

Die 24.811 Zuschauer wussten nicht, ob sie lachen oder weinen sollten. "Das 1:1 war ein Symbol für das Spiel", sagte Trainer Valerien Ismael. Dominik Kohr (69.) machte dann die Pleite perfekt.

Vom jüngsten Aufschwung in Wolfsburg war nach dieser bitteren Pleite keine Rede mehr.

"Wir haben das Gefühl, dass wir uns selbst geschlagen haben", sagte Ismael: "Den Befreiungsschlag haben wir verpasst, es wird eine zähe Angelegenheit bleiben."

Pfiffe von den Fans

Vier Punkte Vorsprung hat der Tabellen-13. auf den Relegationsrang - von den Fans gab es dafür Pfiffe zum Abschied. (Tabelle der Bundesliga)

Die Anhänger müssen diese Saison leiden wie lange nicht mehr. Wolfsburg kassierte im zehnten Heimspiel seine sechste Niederlage - das sind schon jetzt genauso viele wie in den vergangenen drei Spielzeiten zusammen.

"Wir sind noch nicht so stabil, wie wir es uns wünschen", sagte Gomez. Nächste Woche geht es gegen die starken Kölner.

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