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Matthias Sammer
Matthias Sammer stellte seine Aussagen in einem Telefongespräch mit Hoeneß klar © Imago

Erst sorgt Matthias Sammer mit seiner Kritik an Uli Hoeneß für Aufsehen. Danach folgt ein Anruf beim Bayern-Präsidenten, der sogar Verständnis haben soll.

Matthias Sammer hat nach seiner Kritik an Uli Hoeneß beim Präsidenten des FC Bayern angerufen, um seine Aussagen vom Montag klarzustellen.

"Er hat meinen Ansatz verstanden", sagte Sammer der Bild über das klärende Gespräch mit Hoeneß. Der ehemalige FCB-Sportvorstand machte außerdem deutlich: "Meine Kritik war aber auf Vereins-Verantwortliche bezogen und nicht auf Uli Hoeneß allein. Mir steht es gar nicht zu, zu beurteilen, wer sich wie und wo öffentlich äußert."

Der 49-Jährige halte es generell für gefährlich, "wenn Verantwortliche so miteinander umgehen".

Sammer: Gesellschaftliche Verantwortung

Am Montag hatte Sammer bei seiner Vorstellung als neuer Eurosport-Experte direkt gegen Hoeneß gefeuert und ihn heftig kritisiert. "Er ist gleich mit aller Kraft wieder da. Scharmützel dürfen aber nicht alles sein, er hat da auch eine gesellschaftliche Verantwortung. Das ist gefährlich und gehört mitnichten zum Geschäft, so geht man nicht miteinander um", sagte der 49-Jährige Eurosport.

Sammer bezog sich dabei auf die jüngsten medialen Auftritte Hoeneß', der nach seiner Wiederwahl zum Präsidenten des FC Bayern München zwar angekündigt hatte, etwas gelassener und demütiger aufzutreten - diesen wohlfeilen Worten aber bislang keine entsprechenden Taten folgen ließ.

Freundschaft intakt

Das Verhältnis zwischen Sammer und Hoeneß sei aber weiterhin intakt: "Wir sind befreundet. Ich war ja auch kürzlich zu seiner Geburtstagsfeier eingeladen", sagte Sammer, der allerdings bereits im Frühjahr mit Hoeneß aneinandergeraten war. Damals hatte Hoeneß Pep Guardiola kritisiert, was Sammer mit den Worten "Dummes Zeug" abkanzelte.

Aktuell ist nach Sammers Anruf offenbar aber wieder alles im Lot.

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