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Im Volkswagen Doppelpass reagiert der HSV-Boss auf die Kritik seines früheren Frankfurter Vorstandskollegen. Es geht um die Haltung zu Investor Kühne.

Heribert Bruchhagen hat die Kritik des Frankfurter Vorstandsmitglieds Axel Hellmann an seinem Engagement beim Hamburger SV entschieden zurückgewiesen. 

Der Marketing-Boss der Eintracht hatte Bruchhagen vorgeworfen, zu gemeinsamen Frankfurter Zeiten ein scharfer Kritiker des Hamburger Modells unter Investor Klaus-Michael Kühne gewesen zu sein. 

Bruchhagen: "Kühne ist ein Glücksfall"

"Es verging eigentlich keine Sitzung und kein Tag, an dem er nicht auf das Modell Kühne und den HSV losgegangen ist - mal spitzer, mal ein bisschen aggressiver, manchmal auch mit einem Augenzwinkern", hatte Hellmann im Hessischen Rundfunk gesagt. 

Diese Aussage bezeichnete Bruchhagen im Volkswagen Doppelpass als "völliger Quatsch". Er warf Hellmann vor, durch "plakativen Aussagen" in die Medien vordringen zu wollen. 

Zu der inhaltlichen Kritik sagte Bruchhagen: "Aus Sicht von Frankfurt war er ein Konkurrent und da habe ich eine kritische Position eingenommen." Inzwischen sieht er sich aber in einer anderen Position.

"Für den HSV ist Kühne ein Glücksfall. Natürlich sind wir dankbar und froh, wenn Herr Kühne es uns ermöglicht, dass wir noch zwei, drei Spieler holen", sagte Bruchhagen im Volkswagen Doppelpass. "Herr Kühne unterstützt den Verein gerne und ist in vielen Bereichen in Hamburg ein Geber. Und wenn wir diese Möglichkeit haben, werden wir sie auch weiter nutzen."

Gisdol winkt neuer Vertrag

Derweil ist Bruchhagen vollends überzeugt von der Arbeit seines Trainers. "Herr Gisdol hat eine sehr gute Analyse in der Winterpause angestellt, er hat die richtigen Schlüsse gezogen und hat ein klares Bild gezeichnet. Und wenn man so ein klares Bild hat, lässt sich auch viel leichter arbeiten", sagt Bruchhagen. 

Zur Belohnung winkt dem Coach ein neuer Vertrag: "Wir sind hochzufrieden mit Gisdol. Der Trainer hat erklärt, er möchte bleiben und der Verein, dass er ihn behalten möchte. Mehr geht doch nicht, als dass beide Seiten erklären, dass sie zusammenarbeiten wollen", sagte Bruchhagen. "Wenn beide das Gefühl haben, das passt, dann wird der Vertrag geschlossen. Der Zeitpunkt wird kommen."

Gleichzeitig warnte Bruchhagen jedoch vor vorzeitiger Euphorie: "Wir sind noch auf einem Relegationsplatz, diese positive Darstellung entspricht nicht der Realität. Wir sind in einer ganz prekären Situation, müssen noch ganz viel leisten."

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