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Köln und München - Fans des 1. FC Köln leisten sich mit Schmähgesängen und einem geschmacklosen Plakat einen Eklat gegenüber Hoffenheims Mäzen Dietmar Hopp. Die TSG ist geschockt.

Trainer Julian Nagelsmann von der TSG Hoffenheim hat die üblen Beleidigungen gegen Klub-Mäzen Dietmar Hopp am Rande des Bundesliga-Spiels beim 1. FC Köln (1:1) mit deutlichen Worten verurteilt.

"Unterste Schublade" sei das Verhalten von einigen Kölner Fans gewesen, sagte Nagelsmann: "Es ist einfach schlimm, wie Menschen teilweise miteinander umgehen."

Hopp und auch seine Familie waren von der Südtribüne aus mit Spruchbändern und Sprechchören aufs Übelste beleidigt worden.

Auf einem geschmacklosen Plakat hatten sie geschrieben: "Mutter: Hure, Vater: Nazi".

Bereits zu Beginn der Partie hatten einige Kölner Fans Schmähgesänge in Richtung des 76-jährigen Hopp adressiert. Der Kölner Stadionsprecher forderte die Unverbesserlichen auf, dies zu unterlassen. 

"Mir fehlt da langsam das Verständnis", sagte Nagelsmann angesichts der hässlichen Szenen: "Es ist richtig peinlich und dumm, offensichtlich haben diese Leute einen Texthänger. Ihnen fällt nichts mehr ein, dann müssen sie irgendwelchen Mist singen."

Nagelsmann fassungslos

Gerade angesichts aktueller Ereignisse sei diese Grundstimmung bei einigen Fußball-Fans "noch unverständlicher. Jeder ist bestürzt, wenn jemand versucht, einen Bus in die Luft zu sprengen. Ein paar Tage später fährst du ins Stadion, und dir schlägt Hass entgegen. Diese Leute müssen mal nachdenken, ob ihnen der Helm brennt."

Zuvor hatte schon Hoffenheims Sportchef Alexander Rosen seinem Unmut deutlich Luft gemacht.

"Das war eine unsägliche Frechheit, es ist nicht zu fassen, was für Schwachköpfe da Hass säen. Das ist nicht zu akzeptieren", sagte Rosen: "Diese Form der Abneigung gegen unseren Hauptgesellschafter hat aus meiner Sicht eine neue Dimension erreicht."

Köln entschuldigt sich

Allerdings lobte Rosen die Reaktion großer Teile des Kölner Publikums. "Ich fand es bemerkenswert, dass ein Großteil der Kölner Fans gegen diese Schwachmaten aufgestanden ist und gepfiffen hat", sagte der 38-Jährige. Kölns Klub-Präsident Werner Spinner hatte sich schon während des Spiels bei Hopp offiziell für die Vorkommnisse entschuldigt.

"Diese Beleidigungen sind inakzeptabel, und sie spiegeln nicht die Werte wider, für die der 1. FC Köln steht", sagte der 68-Jährige.

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