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Auf den Bus von Borussia Dortmund wurde am 12. April ein Anschlag verübt
Auf den Bus von Borussia Dortmund wurde am 12. April ein Anschlag verübt © Getty Images

Der mutmaßliche Täter Sergej W. bestreitet einen Anschlag auf den Mannschafts-Bus von Borussia Dortmund. Das berichten verschiedene Medien.

Der mutmaßliche Täter Sergej W. bestreitet, einen Anschlag auf die Mannschaft von Borussia Dortmund verübt zu haben.

W.s Anwalt Reinhard Treimer bestätigte dem SID am Freitag entsprechende Berichte der Recherchegemeinschaft aus NDR, WDR und SZ sowie des Nachrichtenmagazins Der Spiegel.

"Mein Mandant bestreitet die Tat. Das hat er dem Ermittlungsrichter und mir gesagt", sagte der Rechtsanwalt. "Es wird untersucht, ob es Hinweise darauf gibt, dass das am Tatort gefundene Material mit ihm in Verbindung gebracht werden kann. Davon wird abhängen, ob sich der Tatverdacht verdichtet oder nicht. Davon hängt sehr viel ab, wenn nicht alles."

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Sergej W. soll drei Sprengsätze gezündet haben

Bisher hatte der in Untersuchungshaft sitzende W. zum Tatvorwurf geschwiegen. Die Bundesanwaltschaft beschuldigt den 28-Jährigen, am 11. April unmittelbar vor dem Champions-League-Heimspiel gegen den AS Monaco in einer Hecke drei Sprengsätze neben dem vorbeifahrenden BVB-Bus gezündet zu haben. Der spanische Innenverteidiger Marc Bartra wurde dabei schwer an der Hand verletzt, das Spiel auf den folgenden Tag verschoben.

W. ist laut Bundesanwaltschaft der Tat "dringend verdächtig". Laut NDR, WDR und SZ hat die bisherige Auswertung des bei Durchsuchungen sichergestellten Materials allerdings "keine weiteren eindeutigen Belege" gebracht.

Bei der Untersuchung der Sprengsätze sollen Kriminaltechniker laut des Recherchekollektivs zu dem "vorläufigen Ergebnis" gekommen sein, dass es sich nicht um militärische Zünder und auch nicht um gewerbliche Stoffe gehandelt habe. Der Täter solle "eine Art Selbstlaborat mit den dafür üblichen Stoffen gebastelt" haben.

Habgier als Motiv

Die Ermittler vermuten, dass der Täter aus Habgier handelte. Sergej W. soll mit geliehenem Geld am 11. April sogenannte Put-Optionen gekauft haben, um am sinkenden Kurs der BVB-Aktie nach dem Anschlag zu verdienen. Dafür wollte er laut Bundesanwaltschaft möglichst viele Spieler des BVB töten.

Sergej W. wurde am 21. April durch Beamte der GSG 9 der Bundespolizei im Raum Tübingen vorläufig festgenommen. Ihm werden versuchter Mord, Herbeiführung einer Sprengstoffexplosion sowie gefährliche Körperverletzung zur Last gelegt. Die Bundesanwaltschaft erließ Haftbefehl.

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